Stadt kämpft gegen reichlich Schlaglöcher an

Über das Portal "Sag's uns einfach" melden auch die Goslarer Bürger fleißig die gesichteten Straßenschäden. Der Bauhof rührt tonnenweise Kaltasphalt an.

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Schlaglöcher in Goslar bescheren dem städtischen Betriebshof derzeit viel Arbet.
Schlaglöcher in Goslar bescheren dem städtischen Betriebshof derzeit viel Arbet. | Foto: Matthias Kettling

Goslar. Schlaglöcher und andere Straßenschäden beschäftigen die Stadt Goslar in diesen Tagen intensiv. Der Winter hat seine Spuren im Asphalt des Stadtgebiets hinterlassen. Die Verwaltung setzt beim Auffinden dieser Schäden auch auf Hinweise der Bürger. So gibt es seit gut einem Jahr das Online-Portal "Sag's uns einfach". Dort können Schlaglöcher aber auch andere Schäden oder Störungen unkompliziert gemeldet werden.



Derzeit brummt das Portal mit Meldungen zu Schlaglöchern. Allein in den vergangenen sieben Tagen sind 31 Meldungen zu diesem Thema über "Sag's uns einfach" bei der Verwaltung eingegangen. Das erklärt Pressesprecherin Daniela Siegl auf Anfrage von regionalHeute.de. Zum Vergleich: Das Online-Portal ging am 1. März 2025 an den Start. Seitdem sind bis zum Jahresende insgesamt 59 Meldungen zu Schlaglöchern eingegangen.

Betriebshof im Einsatz


Auch das zeigt, wie viele Straßenschäden derzeit im Stadtgebiet aufzufinden sind. In einer Pressemitteilung berichtet die Stadt derzeit, dass der Betriebshof seit Jahresbeginn rund 11,4 Tonnen Kaltasphalt für eine kurzfristige Instandsetzung der Straßen verarbeitet hat. Ein einzelnes Schlagloch könne zwischen einem halben Eimer und mehreren Eimern Kaltasphalt erfordern. Derzeit seien vier Kolonnen des Betriebshofs im Einsatz, teilt die Stadt mit.

Ab Mitte März werde auch wieder Heißasphalt verfügbar sein. Bei besserem Wetter seien dann dauerhaftere Reparaturen, der in den zuletzt entstandenen Straßenschäden möglich. Zu den größeren Reparaturmaßnahmen, die als nächstes umgesetzt werden sollen, zählen insbesondere der Einmündungsbereich der Robert-Koch-Straße in die Marienburger Straße, ein Teilbereich der Hildesheimer Straße am Kattenberg sowie Schadstellen in der Stapelner Straße und Okerstraße.

2025 hatte die Stadt "zahlreiche Einzelreparaturen durchgeführt sowie mehrere Straßen und Straßenabschnitte grundhaft saniert", erklärt die städtische Pressesprecherin. Zur Anzahl der Reparaturen, die auf Meldungen aus dem Online-Portal hervorgehen, gebe es keine Statistik, da auch ungemeldete Reparaturen miterledigt werden – "aber grundsätzlich sind alle Meldungen aus dem Störmelder beantwortet beziehungsweise erledigt", betont Siegl.

Online-Meldungen der Bürger erhöhen die Verkehrssicherheit


Schäden auch online zu melden, lohnt sich also offenbar. Nach Eingang werde eine Meldung im System direkt der zuständigen Organisationseinheit angezeigt. Meldungen zu Schlaglöchern werden in der Regel dem Betriebshof oder dem Tiefbauamt zugewiesen und dort fachlich geprüft. Anschließend wird priorisiert. So gehen akute Gefahrenstellen auf Haupt- oder Nebenstraßen vor. Mittlere Schäden werden im Rahmen laufender Maßnahmen eingeplant. Größere Sanierungsbedarfe fließen in die mittelfristige Investitionsplanung ein.

Die Verwaltung zieht nach etwa einem Jahr "Sag's uns einfach" jedenfalls ein positives Fazit. "Die Qualität der eingehenden Meldungen wird insgesamt als hoch und konstruktiv bewertet. Ein Großteil der Hinweise enthält präzise Ortsangaben, eine nachvollziehbare Beschreibung des Schadensbildes sowie teilweise ergänzende Fotos. Diese Angaben ermöglichen in den meisten Fällen eine schnelle fachliche Einschätzung durch die zuständige Organisationseinheit", teilt die Stadt mit. Das Online-Portal leiste einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.