Goslar. Der Beirat der Kreisvolkshochschule hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das jährliche Budget angesichts von 37 förderfähigen Anträgen voll auszuschöpfen. Kulturinitiativen und Vereine werden mit 72.172 Euro unterstützt, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises.
Bei den Anträgen für die Kulturförderung des Landkreises Goslar wurde im Jahr 2026 wieder ein neuer Höchststand erreicht – sowohl hinsichtlich ihrer Anzahl, als auch in Bezug auf die insgesamt beantragte Fördersumme. Darüber informierte Kreisvolkshochschulleiterin Eva Schulte am vergangenen Dienstagnachmittag die Mitglieder des Beirates der Kreisvolkshochschule Goslar, als diese unter dem Vorsitz von Stefan Scheele im Kreistagssaal zusammenkamen.
Förderungen in Höhe von 72.172 Euro vergeben
Einstimmig entschied das Gremium im Verlauf der Sitzung, Förderungen in einer Gesamthöhe von 72.172 Euro zu vergeben und somit aufgrund der zahlreichen Anträge bereits in der ersten Jahreshälfte die für 2026 zur Verfügung stehenden Mittel voll auszuschöpfen.
Insgesamt 43 Anträge wurden eingereicht – 40 davon für die projektbezogene Förderung, drei für institutionelle Förderung. Dreizehn der Anträge haben einen überwiegend musikalischen Hintergrund, weitere vierzehn beziehen sich auf kulturhistorische Inhalte. Bei jeweils dreien handelt es sich um Theater- und Performanceangebote, Projekte der Malerei und der bildenden Kunst sowie literarische Angebote. Ein Antrag ist für ein Projekt, das sich aus verschiedenen Kunstsparten zusammensetzt. Sechs der eingereichten Anträge können nicht berücksichtigt werden, da es sich nicht um Kulturprojekte handelt und somit das entscheidende Kriterium der Förderrichtlinie nicht erfüllt wird.
Über die verbliebenen 37 Anträge wurden insgesamt Gelder in Höhe von 154.403 Euro beantragt, denen die verfügbare Fördersumme von 72.834 Euro gegenübersteht. Diese ergibt sich aus den jährlichen Haushaltsmitteln in Höhe von 70.000 Euro sowie Rückzahlungen aus den vergangenen Jahren für nicht umgesetzte Projekte.
Kulturveranstaltung unterstützen
Ziel der Kulturförderung ist es, möglichst viele Projekte und insbesondere kleinere, rein ehrenamtlich organisierte Kulturveranstaltung finanziell zu unterstützen. Um die Fördergelder möglichst breit zu streuen, wurde erneut auf das bewährte Vorhaben gesetzt, wie Eva Schulte erläuterte: Kleinere Projekte unter 1.000 Euro sollen immer vollumfänglich unterstützt werden, bei den größeren Vorhaben werden bei Bedarf Kürzungen vorgenommen – immer in einem individuellen Rahmen anhand der eingereichten Projektbeschreibungen, sodass die Umsetzung für Vereine und Initiativen auch mit einer geringeren Summe möglich ist.
Mit der vollen beantragten Fördersumme unterstützt werden folgende Antragssteller:
AG für Heimatkunde Altenau-Schulenberg (750 Euro)
AG Iuse Wulweshäjer Platt (500 Euro)
Bücherinitiative Astfeld (800 Euro)
Förderkreis Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen (300 Euro)
Zinnfigurenmuseum Goslar (500 Euro)
Förderverein Jugendtreff Bündheimer Schloss (500 Euro)
Harlingerode PUR (342 Euro)
Heimatmuseum Döhren (750 Euro)
Heimatpflege Immenrode (300 Euro)
Initiative Bürger:innen für Bürger:innen in Bad Harzburg (1.600 Euro)
Kulturverein Lewer Däle Liebenburg (1480 Euro)
Ortsheimatpflege Ostharingen (500 Euro)
Kulturinitiative Goslar e.V. (3.000 Euro).
Anpassungen hinsichtlich der Fördersumme wurden vorgenommen bei folgenden Anträgen (angegeben ist jeweils als erste Zahl die beantragte Summe sowie nachfolgend die Fördersumme):
Bücher-Heimat Bad Harzburg (3.000 Euro/2.500 Euro)
BühnenReif Goslar e.V. (5.000 Euro/4.000 Euro)
Dorfgemeinschaft Altwallmoden (5.000 Euro/3.500 Euro)
Fanfaren- und Musikzug Wolgshagen e.V. (1.787 Euro/750 Euro)
Evangelisch-lutherische Gesamtkirchengemeinde Oberharz (3.000 Euro/1.500 Euro)
Filmprojekt Universität Babelsberg (8.000 Euro/3.000 Euro)
Förderverein Kirchenmusik Othfresen (3.000 Euro/1.500 Euro)
Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Altenau (10.000 Euro/4.500 Euro)
Gesellschaft zur Förderung der Harzburger Musiktage e.V. (7.500 Euro/5.500 Euro)
Harzklub e.V. (4.270 Euro/1.500 Euro)
Harzklub-Zweigverein Schulenberg e.V. (4.000 Euro/1.000 Euro)
Kellerklub im StuZ (7.000 Euro/4.500 Euro)
Kontaktstelle Musik-Stadtmusikrat Goslar (3.000 Euro/2.000 Euro
Kulturinitiative Goslar e.V. AG KUMA (7.000 Euro/4.500 Euro)
Mönchehaus Museum (10.000 Euro/2.000 Euro)
Museumsgesellschaft Braunlage (8.00 Euro/2.000 Euro)
Musicpoint Seesen (8.000 Euro/4.000 Euro)
NO W HERE (2.624 Euro/2.600 Euro)
Oberharzer Bergsänger (2.100 Euro/1.000 Eutro)
Stiftung Kloster Neuwerk (3.500 Euro/3.000 Euro)
Stiftung Sanatorium Dr. Barner (7.500 Euro/3.000 Euro)
Kulturinitiative Atelierhof Lüderode (17.500 Euro/3.000 Euro).
Erstmals nicht gefördert werden in diesem Jahr die Big Band der TU Clausthal (beantragte Summe: 7.300 Euro) sowie die Gesellschaft zur Förderung des Internationalen Musikfestes Goslar-Harz (beantragte Summe: 5.000 Euro). Beide Vereine haben in den vergangenen fünf Jahren 30.000 Euro oder mehr aus dem Topf der Kulturförderung des Landkreises Goslar erhalten, wodurch sie gemäß den Richtlinien nicht mehr berücksichtigt werden.

