Bad Harzburg. Der Landkreis Goslar hat am Dienstagmorgen in der Stadt ein Geschäft geschlossen, das dort von zwei Männern aus Nordrhein-Westfalen mutmaßlich in Betrugsabsicht eröffnet worden war. Dies gibt die Polizeiinspektion Goslar in einer Pressemitteilung bekannt.
Bei einer Razzia durch Landkreis, Polizei und Finanzamt am Dienstag sei gerade eine Seniorin dabei gewesen, Goldschmuck und Pelz zu einem niedrigen Preis an die Geschäftsinhaber zu verkaufen. Den 32 und 34 Jahre alten Gewerbetreibenden aus Essen und Gelsenkirchen sei das Betreiben des Ladens durch den Landkreis Goslar untersagt worden, woraufhin diese das Geschäft geräumt hätten. Für den Fall einer Rückkehr sei ihnen zudem die Versiegelung der Räumlichkeiten angedroht worden.
Auch ein Verfahren wegen Verletzung der Schulpflicht wurde eingeleitet
Den Hinweis, dass in dem Ladenlokal in der Goslarschen Straße möglicherweise betrügerische Vorgänge stattfinden würden, habe der Landkreis vom Polizeikommissariat Bad Harzburg erhalten - das Geschäft sei auch in einem kostenlosen Wochenblatt beworben worden. Da die beiden Männer laut Polizei außerdem in Begleitung ihrer zwei schulpflichtigen Söhne waren, sei in einem Fall nach Rücksprache mit den jeweiligen Schulen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verletzung der Schulpflicht eingeleitet worden.
Die Polizei sucht Geschädigte und gibt hilfreiche Tipps
Mögliche Geschädigte der dubiosen Geschäftspraktiken werden gebeten, sich unter der Rufnummer (05322) 55480 mit der Polizei in Bad Harzburg in Verbindung zu setzen. Außerdem gibt die Polizei hilfreiche Tipps, wie man vermeiden kann, auf solche Machenschaften hereinzufallen:
- Seien Sie misstrauisch, wenn der Warenankauf stets nur für wenige Tage angeboten wird.
- Das angebliche Interesse an Pelzen ist meist nur ein Türöffner. Wo Pelze sind, werden auch Gold oder andere Wertgegenstände
vermutet.
- Meistens finden sich in solchen Anzeigen oder Beilagen nur Telefonnummern oder eine Adresse. Verifizierbare Kontaktdaten sucht man
vergeblich.
- Wenden Sie sich für den Verkauf von Schmuck oder Pelzwaren immer an autorisierte Fachgeschäfte.
- Handeln Sie niemals alleine, beteiligen Sie immer eine Vertrauensperson an Gesprächen.
- Geben Sie niemals Auskünfte über Wertsachen oder Bargeld in Ihrem Besitz.
- Vermeiden Sie Verkaufsgespräche in Ihrer Wohnung, lassen Sie keine fremden Personen hinein.
- Notieren Sie sich das Autokennzeichen des Käufers, wenn Sie bei den Verkaufsverhandlungen ein ungutes Gefühl haben.