Grippe: Hausärzte melden weiterhin sehr hohe Belastung in Praxen

Trotz rückläufiger Fallzahlen bei akuten Atemwegserkrankungen geben die Hausärzte noch keine Entwarnung.

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Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)
Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Köln. Trotz rückläufiger Fallzahlen bei akuten Atemwegserkrankungen geben die Hausärzte noch keine Entwarnung. "Die Belastung in den Praxen, vor allem durch diverse Infektfälle, ist vielerorts weiterhin sehr hoch - wenn wir auch vergleichsweise weniger Neuinfektionen beobachten als in den Wintermonaten", sagte die Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).


Häufige Erreger für die typischen Erkältungskrankheiten seien auch weiterhin RS-Viren, aber auch Rhinoviren. "Eine gute Nachricht ist, dass unsere Praxen zwar weiterhin viele Grippefälle behandeln, die Zahl aber immer weiter sinkt", sagte sie. "Aus unserer Erfahrung ein gutes Zeichen, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Ende der Grippewelle zusteuern."

Nach Ansicht von Buhlinger-Göpfarth ist aber weiterhin Vorsicht geboten. "Gerade das aktuell ja sehr wechselhafte Wetter begünstigt erfahrungsgemäß, dass Atemwegsinfekte weiterhin aktiv zirkulieren." Sie rate daher den Patienten, bei der morgendlichen Wahl der Kleidung nicht nur an die mittägliche Sonne zu denken, sondern auch die kälteren Stunden am Morgen und am Abend im Blick zu haben. "Zudem sollte man, gerade wenn man sich viel in Innenräumen befindet, an das regelmäßige Lüften und Händewaschen denken", sagte die Hausärzte-Verbandschefin.