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Grippewelle: Auch Flurbetten waren zeitweise nötig



Braunschweig

Grippewelle: Auch Flurbetten waren zeitweise nötig

von Alexander Dontscheff


Bei einer echten Grippe ist es in schlimmeren Fällen nicht mit Tabletten und Taschentuch getan. Symbolfoto: Robert Braumann
Bei einer echten Grippe ist es in schlimmeren Fällen nicht mit Tabletten und Taschentuch getan. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: regionalHeute.de

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Braunschweig. Die Grippewelle hat in diesem Jahr viele Krankenhäuser an ihre Grenzen gebracht. Versorgungsengpässe, verschobene OP-Termine und volle Notaufnahme gehörten zum Klinik-Alltag. Auch im Herzogin Elisabeth Hospital (HEH) und im Marienstift hatte und hat man mit der Grippewelle zu kämpfen.



"Im HEH werden die Grippefälle deutlich weniger. Wir bemerken das Abklingen der Erkrankungswelle. Letzte Woche gab es am Aufnahmemontag noch zwölf Verdachtsfälle, diese Woche nur noch drei", berichtet Pflegdienstleiterin Birgit Förster auf Anfrage von regionalHeute.de. Der extra eingerichtete Isolationsbereich werde zunehmend kleiner und auch die punktuell notwendigen OP-Verschiebungen – auch aufgrund erkrankter Mitarbeiter – würden mehr und mehr abnehmen.

Patientenzahlen sprunghaft angestiegen


„Im Krankenhaus Marienstift sind in den letzten sechs Wochen die Patientenzahlen sprunghaft angestiegen, insbesondere durch Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, gastrointestinalen Erkrankungen sowie weiteren infektiösen Erkrankungen, die wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen, wie zum Beispiel Keuchhusten", bilanziert Jörg Waldmann, Pflegedirektors am Krankenhaus Marienstift. "Durch die hohen Patientenzahlen war und ist die Einrichtung ständig an und über die Kapazitätsgrenzen gegangen – es mussten auch Flurbetten belegt werden."


Diessei derzeit nur durch den sehr hohen Arbeitseinsatz und das Engagement der Mitarbeitenden des Hauses zu bewerkstelligen, da natürlich auch die Anzahl der Erkrankungen in der Mitarbeiterschaft stark angestiegen sei. "Aus diesem Grund mussten unter anderem auch Operationskapazitäten gekürzt und geplante Eingriffe verschoben werden“, so Jörg Waldmann.

Natürlich haben wir auch beim Städtischen Klinikum Braunschweig nach der Situation bezüglich Grippeerkrankungen angefragt. Eine Antwort liegt bislang noch nicht vor.


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