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Grüne: Familienfreundliche Städte brauchen mehr Unterstützung



Wolfenbüttel

Grüne: Familienfreundliche Städte brauchen mehr Unterstützung


Reiner Strobach, Ratsherr der Grünen. Foto: Stadt Wolfenbüttel
Reiner Strobach, Ratsherr der Grünen. Foto: Stadt Wolfenbüttel Foto: Stadt Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Die Betreuungssituation von 1- bis 10-jährigen Kindern in Wolfenbüttels Kindertagesstätten war Thema im Ausschuss für Jugend und Soziales am 25. April. Der ausführliche und zukunftsgewandte Bericht der Verwaltung erntete viel Zuspruch in allen Fraktionen, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.



Aus dem Bericht geht hervor, dass allen Eltern ein Platz zur Verfügung gestellt werden kann, auch wenn nicht immer in der gewünschten Kita. Auch Reiner Strobach, Ratsherr der Grünen, lobte die aufgezeigten Perspektiven und die Ideen für eine Weiterentwicklung in diesem wichtigen Bereich.

Die Fragen Strobachs zur Personalsituation in den Kitas, sowie von Grünem Bürgermitglied Hélène Hielscher spezifisch zum Problem der Fluktuation der Erzieher/innen in Kitas allgemein, wurden von Andreas Binner als Sprecher der Stadt wie folgt beantwortet: Im Kita-Bereich wurde der Fortbildungsetat erhöht und die Leitungsstellen angemessen eingruppiert. Bei den Erziehr/innen, die alle nach Tarif eingestellt sind, achtet die Verwaltung seit längerem auf Qualität und stellt darum nur mindestens ab einem Abschluss als Erzieher/in ein. Zudem wird den Mitarbeitenden Supervision angeboten. Ferner setze die Stadt langfristig vor allem auf feste Arbeitsverträge. Aktuell arbeiten 213 Erzieher/innen in diesem Bereich und der neue Doppelhaushalt soll 29 weitere Stellen ermöglichen. Erfreulich ist auch die Perspektive von innen: die Stadt biete derzeit ausgezeichnete Bedingungen für Erzieher/innen und damit auch für die Kinder, so die anwesende Leiterin der Kita Geibelstraße.

Auf gutem Weg


Strobach forderte, dass das Land Niedersachsen sich im Kita-Bereich finanziell noch stärker beteiligen solle. Sozialdezernent Thorsten Drahn stimmte der Forderung zu. Die Entlastung der Eltern von den Kindergartenbeiträgen sei zwar ein großer Fortschritt für diesen Bereich, helfe aber den Kommunen nicht, die notwendigen umfangreichen Maßnahmen in die Tat umzusetzen.

Die Stadt strebt bei den Kindern von 1 bis 3 Jahren eine Betreuungsquote von 50 Prozent an, die Zahl der Kitaplätze für das Alter 3 bis 6 Jahre soll auf 1.500 Plätze gesteigert werden und bei den Hortplätzen wird mit 900 Plätzen ebenfalls eine Quote von 50 prozent angestrebt. „Damit sind wir auf einem gutem Weg“, findet Strobach. Ein weiterer Aspekt, der bei der Sitzung deutlich wurde, ist der Beitrag, den Kitas zur Integration leisten. „Als Grüne werden wir uns dafür einsetzen, dass diese wertvolle Integrationsarbeit weiterhin gebührend unterstützt wird“, so Reiner Strobach.


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