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"Grüne Hausnummer": Landkreis verleiht Auszeichnung für energieeffizientes Bauen



Goslar

"Grüne Hausnummer": Landkreis verleiht Auszeichnung für energieeffizientes Bauen

Auch die Familie Edelmann kann sich über die "Grüne Hausnummer" freuen. Sie hat ihren Altbau klimaschonend saniert.

Von links: Anna-Elisa Nestmann (Landkreis Goslar), Jörg und Stephanie Edelmann, Ute Meermann-Hirsch (Energieeffizienzberaterin) und Michael Stieler (ERA).
Von links: Anna-Elisa Nestmann (Landkreis Goslar), Jörg und Stephanie Edelmann, Ute Meermann-Hirsch (Energieeffizienzberaterin) und Michael Stieler (ERA). Foto: Landkreis Goslar

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Goslar. Der Landkreis Goslar belohnt mit der Klimaschutzkampagne „Grüne Hausnummer“, die er zusammen mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und der Energie Ressourcen Agentur Goslar (ERA) veranstaltet, das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Wie der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung berichtet, erhalten Eigentümer, die beim Bau einer Immobilie respektive der Sanierung von Bestandsimmobilien ganz gezielt auf die Energieeffizienz ihrer vier Wände setzen, die Hausnummer als sichtbares Zeichen ihrer Einsatzbereitschaft. Daneben lohnt sich eine solche Investition in die Sanierung auch wirtschaftlich. So war es auch für die Familie Edelmann, die ihren Altbau energieffizient ausgebaut haben und dafür nun die "Grüne Hausnummer" erhielten.



Zu dieser Schlussfolgerung kamen auch Stephanie und Jörg Edelmann, die sich 2016 nach dem Kauf eines Altbaus aus dem Jahr 1875 dazu entschlossen, die ursprüngliche Fassadenrhythmik wiederherzustellen. Neben der Dämmung von Außenwänden und Geschossdecken mit Holzfaserdämmstoffen oder Mineralwolle, einer Styropordämmung der Bodenflächen sowie dem Einbau von dreifachverglasten Fenstern, ist es vor allem die Heizungsanlage, die begeistert.

"Heizungen dienen als Energiespeicher"



Sie planten und verlegten selbstständig Grabenkollektoren für die Wärmepumpe. Diese stehen in Heizschlaufen senkrecht im Boden in einer Tiefe von 3 bis 1,20 Metern. Insgesamt laufen so 900 Meter Leitung in einer Grabenlänge von 70 Metern durch den Garten. „Die durch die Erdkollektoren generierte Energie deckt unseren kompletten Heiz- und Warmwasserbedarf ab“, berichtet Jörg Edelmann stolz. Für zusätzliche, wohlige Behaglichkeit sorgt ein Kamin. Verteilt wird die Erdwärme im Haus durch eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Wandheizungen im Obergeschoss. Beide bieten als Flächenheizungen ein warmes und sehr angenehmes Raumklima und benötigen nicht so hohe Vorlauftemperaturen wie herkömmliche Heizkörper. Gleichzeitig dienen sie als Energiespeicher. Eine Lüftungsanlage leitet die feuchte Luft aus dem Haus und ist ebenso wie die Heizungsanlage integriert in eine Smarthome-Installation.

"Wandfarbe als natürlicher Rohstoff"



Hervorzuheben ist auch, dass ausschließlich Lehmstreichputz und Sumpfkalkfarbe in den Wohnbereichen verwendet wurden, die als natürliche Rohstoffe eine gute Umweltbilanz haben.
Alles in allem konnte die Familie durch ihre Sanierungsmaßnahmen eine beachtliche Senkung des Energieverbrauchs erzielen, der dem eines Neubaustandards gleichkommt. Begleitet wurde sie bei Planung und Umbau des Hauses von der Architektin und Energieeffizienzberaterin Ute Meermann-Hirsch aus Bad Harzburg.

"Grüne Hausnummer" für die Familie Edelmann


Für ihr Bau- und Sanierungsprojekt wurde die Familie Edelmann vergangene Woche mit der Grünen Hausnummer ausgezeichnet. „In privaten Haushalten fällt rund ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland an, mehr als zwei Drittel davon werden zum Heizen aufgewendet. Der Handlungsbedarf ist hier also riesig“, berichtet Elisa Nestmann, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Goslar und verantwortlich für das Projekt „Grüne Hausnummer“ im Kreisgebiet.
Wer sein eigenes Haus energieeffizient ertüchtigt hat und sich für eine Grüne Hausnummer interessiert, kann sich beim Landkreis Goslar bewerben. Informationen und das Antragsformular sind online zu finden.
Für weiterführende Informationen rund um das Thema Klimaschutz steht Frau Nestmann unter der Rufnummer 05321 76-252 zur Verfügung. Eine kostenlose Energieberatung bietet auch Herr Michael Stieler von der ERA unter der Rufnummer: 05321 6857899 an oder persönlich jeden Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr im Energiebüro in der Sparkassenpassage in Goslar.


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