Grüne kritisieren Baumfällung: "Keine vollendeten Tatsachen schaffen"


Die Grünen sind dagegen, dass die Bäume gefällt werden. Foto: Frank Vollmer
Die Grünen sind dagegen, dass die Bäume gefällt werden. Foto: Frank Vollmer Foto: Frank Vollmer

Artikel teilen per:

22.10.2018

Braunschweig. Die geplante Fällung von vielen Bäumen in der Weststadt hat in der vergangenen Woche die BIBS zu einer Stellungnahme bewegt. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen Dr. Rainer Mühlnickel kritisiert nun das Vorhaben der Deutsche Wohnen in einer Pressemitteilung.


„Die geplanten Baumfällungen im Elbe- und im Emsviertel finden wir äußerst fragwürdig. Wir appellieren an die Verantwortlichen bei der Deutsche Wohnen, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen. Ohne plausible Begründung darf solch eine massive Fällaktion unser Erachtens nicht durchgeführt werden. Bekanntlich hat die Stadtverwaltung bestritten, das Berliner Unternehmen zum Handeln aufgefordert zu haben. Die Deutsche Wohnen kann sich also nicht auf Vorgaben der zuständigen Behörden berufen", betont der Fraktionsvorsitzende.

Gefällte Bäume um Pflegekosten zu sparen?



Rainer Mühlnickel . Foto: Bündnis 90/Die Grünen



Weiter heißt es im Statement von Rainer Mühlnickel: "Wir würden es sehr begrüßen, wenn das Vorhaben gestoppt und die Bäume in der Weststadt gerettet werden könnten. Der ganze Vorgang zeigt einmal mehr, wie nachteilig es ist, dass wir in Braunschweig auf Betreiben der CDU keine Baumschutzsatzung mehr haben. Die CDU tut ja immer so, als ginge es bei solch einer kommunalen Satzung darum, die Besitzer/innen von Einfamilienhäusern zu gängeln. Der aktuelle Fall zeigt, dass mit Hilfe einer Baumschutzsatzung auch private Großunternehmen in die Pflicht genommen werden könnten, die Bäume auf ihren Grundstücken zu erhalten. Gerade wenn der Verdacht besteht, dass diese nur gefällt werden sollen, um Pflegekosten zu sparen. Wenn wir wieder eine Baumschutzsatzung hätten, könnte die Fachverwaltung beratend tätig werden und notfalls eingreifen, um unsinnige Maßnahmen zu verhindern.

"Im nächsten Grünflächenausschuss (GA) am 01.11.2018 steht das Thema Baumschutz auf privaten Grundstücken übrigens dank einer Grünen Anfrage auf der Tagesordnung (siehe Anlage). Durch das akute Beispiel in der Weststadt hat diese Anfrage eine zusätzliche Brisanz erhalten“, schließt Mühlnickel.

Lesen Sie mehr zum Thema:


https://regionalheute.de/erneute-massenfaellungen-von-baeumen-bibs-fordert-schutzsatzung/


zur Startseite