Grüne setzen sich im Landtag für PUT-Mitarbeiter ein

9. Januar 2018 von
Während die Beschäftigten ihren Teil mit Lohnverzicht, Arbeitszeitreduzierung und moderatem Personalabbau erfüllt hätten, hätten die Investoren bisher nicht mit der Sanierung des Unternehmens begonnen. Symbolbild: Tom Figiel
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Peine. Nachdem sich die Kommunalpolitiker der Linken und der Grünen mit den Mitarbeitern der Peiner Umformtechnik (PUT) solidarisierten, setzten sich nun die Grünen Landtagsabgeordneten für die Mitarbeiter ein. Sie wollen wissen, inwieweit sich die Landesregierung für die Beschäftigten und die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzen wird.

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Die Traditionsunternehmen PUT befinde sich in der Krise, da der Investor Hanse IK, der 2016 das Unternehmen übernommen habe, sich nicht an den vereinbarten Zukunftsvertrag gehalten habe, begründen die Grünen-Abgeordneten Ava Viehoff und Imke Byl ihre Anfrage an die Landesregierung. Während die Beschäftigten ihren Teil mit Lohnverzicht, Arbeitszeitreduzierung und moderatem Personalabbau erfüllt hätten, hätten die Investoren bisher nicht mit der Sanierung des Unternehmens begonnen.

Imke Byl. Foto: Grüne

Die beiden Abgeordneten hoffen, dass sich auch die neue Landesregierung der Probleme der PUT annimmt. Bis September sei schon unter Beteiligung der rot-grünen Landesregierung über Lösungen gesprochen worden. Vor diesem Hintergrund haben die beiden Abgeordneten eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Sie wollen darin wissen, wie die Landesregierung die bedrohten Arbeitsplätze erhalten will und ob sie Möglichkeiten sieht, die Hanse IK zum Handeln zu ermuntern.

„Für den Raum Peine stehen durch das Nichthandeln der Hanse IK 260 Arbeitsplätze und 22 Ausbildungsplätze auf dem Spiel und das in einem Betrieb, dessen Produkte weiterhin nachgefragt werden. Das ist für mich vollkommen unverständlich!“, sagt dazu Imke Byl, zuständige grüne Abgeordnete aus Gifhorn.

Eva Viehoff, arbeitsmarktpolitische Sprecherin, die sich im Dezember vor Ort ein Bild von der Situation der PUT machte, fügt hinzu: „Leider muss man annehmen, dass das Traditionsunternehmen PUT Opfer einer gezielten Abwicklung wird. Meine Gespräche vor Ort haben mir gezeigt, dass es im aktuellen Verfahren deutliche Zeichen von Insolvenzverschleppung gibt.“

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