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Grüne Wolfenbüttel: "Corona" hat für die Erde eine gute Seite



Wolfenbüttel

Grüne Wolfenbüttel: "Corona" hat für die Erde eine gute Seite

Der Grünen-Kreisverband Wolfenbüttel informiert über den sogenannten "Erdüberlastungstag", der sich in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie erstmals nach hinten verschob.

Würden alle Länder so Wirtschaften wie Deutschland, bräuchte es drei Erden, um die Ressourcen bereitzustellen. (Symbolbild)
Würden alle Länder so Wirtschaften wie Deutschland, bräuchte es drei Erden, um die Ressourcen bereitzustellen. (Symbolbild) Foto: Pixabay

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Wolfenbüttel. Corona ist das Thema, das alle beschäftigt, natürlich auch die Grünen im Kreisverband Wolfenbüttel. So sei bei der letzten Vorstandssitzung die Frage aufgekommen, ob Corona auch positive Auswirkungen haben könne. Dies zeige sich, so die Grünen in einer Pressemitteilung, am Earth Overshoot Day, dem Erdüberlastungstag, der in diesem Jahr auf den 22. August fiel. Damit liegt dieser Tag fast einen Monat später als noch Anfang des Jahres von der Organisation „Global Footprint Network“, die die Berechnungen durchführt, prognostiziert. Zum ersten Mal seit Jahren fällt dieser Tag somit auf einen späteren Zeitpunkt als im jeweiligen Vorjahr.



Der Earth Overshoot Day markiert die Grenze, ab der die erneuerbaren Ressourcen, die weltweit in einem Jahr verbraucht werden dürfen, aufgebraucht sind – danach leben alle auf Pump, beziehungsweise auf Kosten der kommenden Generationen. "Eine wirklich gute Nachricht wäre es eigentlich nur, wenn dieser Tag frühestens auf den 31. Dezember fallen würde. Das wäre dann sozusagen eine ausgeglichene Balance, aber immer noch ohne Reserven", so Ulrike Siemens, Sprecherin des Kreisverbandes.

Deutschland bräuchte drei Erden


Für die Industrieländer sehe die Bilanz sogar noch verheerender aus. So war der Earth Overshoot Day auf Deutschland bezogen bereits Anfang Mai. "Das bedeutet, dass wir bei unserer Art zu wirtschaften zirka drei Erden brauchten, um nachhaltig zu sein und dass wir uns seit Jahren von diesem Ziel immer weiter entfernen", erläutert Siemens. Diese Fakten im Hinterkopf, sei die Freude über Wirtschaftswachstum auf einem nicht mitwachsenden Planeten, über das sich wieder verbessernde „Konsumklima“ oder auch über die Steigerung der Binnennachfrage arg gedämpft. „In Bezug auf Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind diese häufig als gut empfundenen Wirtschaftsnachrichten eher ein Zeichen der Unbelehrbarkeit und des Unwillens, dringend erforderliche Veränderungen anzugehen“, bekräftigen Ulrike Siemens und Pieter Welge, ebenfalls Sprecher des Kreisverbandes.


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