„Hände weg von der Salzgitter AG“ - 3.000 Menschen demonstrierten

Die Kundgebung richtete sich gegen eine mögliche Übernahme der Salzgitter AG durch die GP Günter Papenburg AG und die TSR Recycling GmbH.

Zum Teil kostümiert protestierten die Beschäftigten der Salzgitter AG gegen die mögliche Übernahme.
Zum Teil kostümiert protestierten die Beschäftigten der Salzgitter AG gegen die mögliche Übernahme. | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Am Mittag des heutigen Donnerstages fand in Salzgitter erneut eine von der IG Metall organisierte Kundgebung gegen eine mögliche Übernahme der Salzgitter AG durch die GP Günter Papenburg AG und die TSR Recycling GmbH. Etwa 3.000 Menschen demonstrierten unter dem Motto „Hände weg von der Salzgitter AG“ rund um das Hotel am See für die Eigenständigkeit des Unternehmens.



Man rufe entschlossen zu einer Aktion auf, um die Eigenständigkeit der Salzgitter AG und die Rechte ihrer Beschäftigten zu verteidigen, heißt es seitens der IG Metall. Anlass sei der geplante Übernahmeversuch der Unternehmerfamilien Papenburg und Rethmann. Nach Ansicht der Gewerkschaft könnte die Zukunft der Salzgitter AG dadurch grundlegend gefährdet werden.

Direkt auf den Aufsichtsrat wirken


Neben Beschäftigten der Salzgitter AG aus Salzgitter, Peine und Ilsenburg sollen laut IG Metall auch Vertreter aus Duisburg und Mühlheim sowie Unterstützer aus der gesamten Region anwesend gewesen sein. Durch die Veranstaltung sollte direkt vor Ort auf die Mitglieder des Aufsichtsrats, der im Hotel am See tagte, sowie die Übernahmeinteressenten eingewirkt werden.

Eindrücklich untermauerten die Teilnehmer ihr Anliegen.
Eindrücklich untermauerten die Teilnehmer ihr Anliegen. Foto: Rudolf Karliczek


Am 5. November wurde bekannt, dass die GP Günter Papenburg AG und die TSR Recycling GmbH planen, durch den Erwerb von 45 Prozent der Aktien die wirtschaftliche Kontrolle über die Salzgitter AG zu erlangen. Dies könne nicht nur die bewährte Mitbestimmung in der Unternehmensführung bedrohen, sondern auch die Eigenständigkeit des Unternehmens, die Grundlage für Innovation, Stabilität und Beschäftigung sei, so die IG Metall.

Die Belegschaft zeigte sich kampfbereit.
Die Belegschaft zeigte sich kampfbereit. Foto: Rudolf Karliczek


Die IG Metall lehnt die Übernahmepläne entschieden ab. Die sozial-ökologische Transformation und der Weg in eine klimaneutrale Stahlerzeugung dürften nicht durch rein renditegetriebene Interessen privater Konsortien gefährdet werden.