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Hängepartie für 90 Dachdecker im Kreis Helmstedt geht weiter



Helmstedt

Hängepartie für 90 Dachdecker im Kreis Helmstedt geht weiter


Schräge Lohn-Aussichten für heimische Dachdecker: Die Arbeitgeber sperren sich bisher gegen ein angemessenes Einkommensplus für die Handwerker, kritisiert die IG BAU. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld. Foto: IG Bau
Schräge Lohn-Aussichten für heimische Dachdecker: Die Arbeitgeber sperren sich bisher gegen ein angemessenes Einkommensplus für die Handwerker, kritisiert die IG BAU. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld. Foto: IG Bau

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Helmstedt. Lohn-Schieflage auf heimischen Dächern: Die 90 Dachdecker im Landkreis Helmstedt müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar- Umwelt (IG BAU) in ihrer Pressemitteilung mit Blick auf die laufende Tarifrunde für das Handwerk.



„Der Bau-Boom beschert auch den Dachdeckerbetrieben volle Auftragsbücher und gute Umsätze. Trotzdem sperren sich die Arbeitgeber gegen ein längst überfälliges Lohn- Plus“, kritisiert Gewerkschafter Karl-Heinz Ehrenberg. Die IG BAU Braunschweig-Goslar fordert sechs Prozent mehr Geld für Dachdecker und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Bei einem Facharbeiter stünden damit 184 Euro pro Monat mehr auf dem Lohnzettel. In der letzten Tarifverhandlung hatten die Arbeitgeber jedoch lediglich ein minimales Plus auf dem Level der Inflationsrate geboten. Anspruch auf tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied der Arbeitgeberinnung ist.

Betriebe haben „massive Probleme"


„Wenn das Dachdeckerhandwerk bei der Bezahlung nicht deutlich attraktiver wird, dann droht die Branche von der Lohnentwicklung abgehängt zu werden“, so Ehrenberg. Dies verschärfe auch den Fachkräftemangel. Schon jetzt hätten die Betriebe massive Probleme, Spezialisten und Nachwuchs für die „Knochenjobs in der Höhe“ zu finden. Die Gewerkschaft fordert den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks dazu auf, in der jetzt anstehenden Schlichtung „endlich ein solides Lohn-Angebot“ vorzulegen. Andernfalls drohe das endgültige Scheitern des Tarifkonflikts.


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