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Halle der Nibelungen-Realschule wird Flüchtlingsunterkunft

von Robert Braumann


Foto: Robert Braumann

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11.03.2016


Braunschweig. Ab Anfang der kommenden Woche wird eine weitere Sporthalle zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Die große Sporthalle der Nibelungen-Realschule wird Platz für 192 Menschen bieten. 


Marion Becker, Koordinatorin für Flüchtlingsangelegenheiten im Fachbereich Soziales und Gesundheit, erklärt man habe dieses Mal ganz bewusst auf den Einsatz von Plastikplanen zur Abgrenzung der "Wohnbereiche" verzichtet. Stattdessen wurde sich nach Anregungen aus dem Hochbauamt für eine Struktur mit Sperrholzplatten entschieden. Becker findet, dass so alles gleich viel freundlicher wirke als in den anderen Hallen. Die Flüchtlinge hätten zumindest abgetrennte Zimmer mit einer Tür, diese könne man allerdings aus Brandschutztechnischen-Gründen allerdings nicht abschließen. "Wir wollten eine andere Atmosphäre schaffen und haben überlegt was getan werden kann. Mit dem Ergebnis sind wir recht zufrieden", berichtet sie.



"In neun Wochen voll belegt"


Rund zehn Wochen habe man gebraucht um die Turnhalle umzufunktionieren, teurer und aufwändiger sei der Umstieg auf die Sperrholzplatten nicht gewesen.  40 Räume für vier bis zu vier Personen und acht Zimmer für bis zu acht Personen sind entstanden.


Zimmer für bis zu acht Personen. Foto: Robert Braumann



Man rechne damit, dass die Halle in zirka neun Wochen voll belegt sei. "Ab Montag kommen die ersten 21 Menschen, viele aus Syrien, auch jemand aus Nepal ist dabei". In einem Aufenthaltsbereich wird es drei Mal täglich Essen geben, das von einer Catering-Firma geliefert wird. Ein kleiner Spielbereich für Kinder wurde zudem eingerichtet.

Hoffnung, das dies die letzte Turnhalle ist


Die Halle der Nibelungen-Realschule habe sich zur Unterbringung angeboten, weil sie einen gewissen Abstand zum Schulgebäude hätte, so die Koordinatorin für Flüchtlingsangelegenheiten weiter. Mit der Schule und den Vereinen habe man Ausweichmöglichkeiten für den Sport gefunden: "Sicherlich sind die Lösungen nicht für alle absolut zufriedenstellend, aber wir haben überwiegend Einigung erreicht." In der Halle gibt es Sanitäranlagen, zusätzlich wurden aber Toiletten-Anlagen vor der Halle aufgestellt. "Die Anzahl reicht sonst nicht für die Vielzahl an Menschen aus", sagt Becker. Zwei Hausmeister, eine Verwaltungskraft, zwei Sozialarbeiter, sowie ein Sicherheitsdienst werden dazu vor Ort sein.  Man hoffe, dass mit der Belegung in der Nibelungen-Realschule die letzte Turnhalle der Stadt betroffen sei. "Als nächstes wollen wir das Gebäude in der Saarbrücker Straße und das Kreiswehrersatzamt zur Unterbringung nutzen." 


192 sollen in neun Wochen eingezogen sein. Foto: Robert Braumann



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