Niedersachsen. Die diesjährige Delegiertenversammlung des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen findet anlässlich des Tages der Niedersachsen an diesem Wochenende in Osnabrück statt. Erstmalig seit vielen Jahren wird es in Osnabrück zu diesem Anlass auch einen verkaufsoffenen Sonntag geben. In den vergangenen Jahren waren in Osnabrück und auch in vielen anderen niedersächsischen Kommunen geplante verkaufsoffene Sonntage immer wieder - auch kurzfristig - am Widerstand der Gewerkschaft Verdi gescheitert. Der Handelsverband fordert daher in einer Pressemitteilung zuverlässigere Rahmenbedingungen.
„Attraktive Innenstädte brauchen einen lebendigen Einzelhandel. Stadtfeste, Märkte mit oft Jahrhunderte alten Traditionen und besondere Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Tag der Niedersachsen, sind nur dann für alle Beteiligten ein uneingeschränktes Vergnügen, wenn die Kunden am Sonntag nicht vor verschlossenen Einzelhandelsgeschäften stehen. Wir fordern daher insbesondere von der niedersächsischen Landesregierung eine klare und rechtsichere Regelung, die eine Sonntagsöffnung zu solchen Veranstaltungen ohne Wenn und Aber ermöglicht“, fordert die Präsidentin des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Mechthild Möllenkamp.
"Vier oder sechs Sonntagsöffnungen"
„Es geht nicht darum, jeden Sonntag in jeder Kommune geöffnet zu haben, so wie es in vielen anderen Ländern üblich ist. Wichtig ist es vielmehr, dass der Handel zum Beispiel vier oder sechs Sonntagsöffnungen auch außerhalb der Bäderregelung planen und dann auch tatsächlich rechtssicher durchführen kann", stellt Mechthild Möllenkamp klar. Die Bäderregelung erlaubt Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen in touristisch geprägten Orten.
Des Weiteren fordern die Händler eine Konkretisierung der bisherigen Regelung, wonach an Sonntagen bis zu drei Stunden Waren des täglichen Kleinbedarfs in Verkaufsstellen veräußert werden dürfen, damit auch zukünftig die Nahversorgung vor allem auch im ländlichen Bereich und den Stadtteilen sichergestellt werden kann. Auch diese von den Kunden sehr geschätzte und in der Praxis bewährte Regelung werde von der Gewerkschaft nach fast 20 Jahren in Frage gestellt.