Region. Auch im Jahr 2025 setzten sich die 224 Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts (HZA) Braunschweig täglich für den Schutz der Sozialsysteme und staatlichen Einnahmen sowie für faire Wettbewerbs- und Arbeitsbedingungen ein. Organisatorisch gliedert sich die FKS in das Sachgebiet E (Prüfungen und Ermittlungen) sowie das Fachgebiet 1 des Sachgebiets F (Ahndung). Von den Standorten Braunschweig, Göttingen und Hildesheim aus überprüften die Zöllner im vergangenen Jahr insgesamt 9.277 Personen bei 606 Arbeitgebern. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hauptzollamts hervor.
Im letzten Jahr konnte die FKS des HZA Braunschweig 4.091 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten einleiten. Die Verfahren ergaben sich unter anderem aus den Prüfungen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) sowie aus dem automatischen Datenabgleich von Leistungsempfängern mit den Beschäftigtendaten (DALEB), bei dem die Bundesagentur für Arbeit und die zugelassenen kommunalen Träger Personen überprüfen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch beziehen. 3.686 Ermittlungsverfahren konnten im Jahr 2025 abgeschlossen werden, weitere Verfahren dauern noch an. Die dabei festgestellten Schadenssummen für die Sozialkassen belaufen sich auf insgesamt 4.633.508 Euro.
Mehr Sanktionen
Auch bei den Sanktionen zeigt sich eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr: Die im Jahr 2025 erwirkten Geldstrafen summierten sich auf 732.230 Euro (2024: 596.305 Euro). Zusätzlich wurden von den Gerichten 246 Monate Freiheitsstrafe verhängt. Bei Geldbußen, Verwarnungsgeldern sowie Einziehungs- und Verfallbeträgen wurde mit insgesamt 1.225.298 Euro ebenfalls ein deutlicher Anstieg verzeichnet (2024: 805.425 Euro) - ein deutliches Plus von mehr als 50 Prozent.
Effizienter Einsatz von Ressourcen
Oberregierungsrat Jens Bode, Leiter des Sachgebiets E beim HZA Braunschweig unterstreicht die Ergebnisse mit den Worten: "Unsere Arbeit wird zunehmend durch einen klar risikoorientierten Ansatz geprägt. Anstelle rein quantitativer Vorgaben steht heute die Qualität der Prüfungen im Vordergrund. Wir konzentrieren uns gezielt auf Betriebe, bei denen aufgrund vorheriger Analysen ein erhöhtes Risiko für Verstöße besteht. Dadurch setzen wir unsere personellen Ressourcen effizienter ein und erzielen nachhaltigere Ermittlungserfolge. Die gestiegene Zahl eingeleiteter und abgeschlossener Verfahren sowie die Höhe der festgestellten Schadenssummen belegen, dass diese strategische Ausrichtung greift und maßgeblich zur Stärkung fairer Wettbewerbsbedingungen beiträgt."

