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HEH und Stiftung Neuerkerode planen Aufbau von "Gesundheitsnetzwerk"



HEH und Stiftung Neuerkerode planen Aufbau von "Gesundheitsnetzwerk"

Die unterschiedlichen Leistungsangebote des Herzogin-Elisabeth-Hospitals und der evangelischen Stiftung Neuerkerode sollen sich ergänzen. Man möchte zusammen wachsen.

Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig.
Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig. Foto: Alexander Dontscheff

Wolfenbüttel / Braunschweig. Die Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital und die Evangelische Stiftung Neuerkerode (esn) wollen angesichts der Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen gemeinsame Wege gehen und eine strategische Partnerschaft schließen. Konkrete Einzelheiten werden derzeit intensiv in Gesprächen erörtert. Die Weiterentwicklung der unterschiedlichen Leistungsangebote beider Stiftungen zu einem modernen Gesundheitsnetzwerk für die Region spiele dabei die zentrale Rolle, wie die esn in einer Pressemitteilung berichtet.



„Zentraler Bestandteil unserer Planungen ist der Mensch, der ganzheitlich versorgt werden soll. Besonders wichtig ist uns in dem Prozess, unsere engagierten Mitarbeitenden frühzeitig über diese Gespräche zu informieren, obwohl es zum jetzigen Zeitpunkt weder konkrete Entscheidungen noch vertragliche Vereinbarungen gibt. Um keinen Raum für etwaige Spekulationen zu lassen, ist diese Information zu Wochenbeginn erfolgt“, sagt Rüdiger Becker, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Neuerkerode. „Wir verfolgen keine Einsparziele – im Gegenteil, das Netzwerk soll wachsen“, betont Heinz-Joachim Westphal, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital.

Erste Schritte zu einem Gesundheitsnetzwerk


Beide Stiftungen vereinen neben ihrer wirtschaftlichen Stärke ähnliche Wertevorstellungen und eine lange Erfahrung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen. „Weiterhin verbindet uns die gelebte Philosophie, dass der Fokus des täglichen Handelns auf einen maximalen Profit nicht zielführend für unsere Arbeit an den Patienten sein kann und darf“, sagt Heinz-Joachim Westphal. Bei der Kooperation soll es vielmehr darum gehen, die Strukturen so zu nutzen, dass ein gemeinsames und daraus resultierend auch größeres Gesundheits- und Versorgungsnetzwerk entstehen kann. Die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen zeigen, dass es in den kommenden Jahren mehr denn je auf Kooperation, Austausch und gemeinsame Ressourcennutzung ankommt. Im Fokus stehen die Interessen der Patientinnen und Patienten, die stationär, teilstationär und ambulant noch gezielter versorgt werden sollen.



Im ersten Schritt stimmen sich Rüdiger Becker in seiner Funktion als Geschäftsführer des Marienstifts – Dennis Figlus hat das Krankenhaus Marienstift auf eigenen Wunsch zum 30. April 2021 verlassen – und Monika Skiba, Geschäftsführerin des HEH, ab sofort wöchentlich im Rahmen gemeinsamer Sitzungen ab. Darüber hinaus hat die Partnerschaft die Entwicklung eines medizinischen Konzeptes für beide Krankenhäuser zum Ziel. Geprüft werden soll des Weiteren, ob der Aufbau eines ambulanten Therapiezentrums sinnvoll und realisierbar ist. Heinz-Joachim Westphal: „Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass wir mit dieser Kooperation einen wichtigen Weg für die Zukunft und Stärkung beider Stiftungen sowie ihren Mitarbeitenden einschlagen werden.“

Transparenz gegenüber allen Beteiligten


Rüdiger Becker und Heinz-Joachim Westphal erwarten, dass der intensive Austausch im Laufe dieses Jahres zu einem konkreten Ergebnis und dann auch zur Realisierung der angedachten Kooperation führt. Sobald diese Voraussetzungen geschaffen sind, werden Einzelheiten zeitnah veröffentlicht. Rüdiger Becker: „Wir legen Wert auf Transparenz unseren Patientinnen und Patienten und vor allem unseren Mitarbeitenden gegenüber.“ Dafür stehen die Geschäftsführer beider Kliniken ihren Mitarbeitenden ab sofort regelmäßig gemeinsam im Rahmen von persönlichen Gesprächen für Fragen zur Verfügung.


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