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Heidberg-Bad: Ersatzbau könnte schon 2021 öffnen

von Anke Donner


Das Hallenbad im Heidberg soll einen Neubau bekommen. Fotos: Anke Donner
Das Hallenbad im Heidberg soll einen Neubau bekommen. Fotos: Anke Donner

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23.11.2017

Braunschweig. Das alte Hallenbad im Heidberg soll einem Ersatzbau weichen. Rund 8,6 Millionen Euro könnte das Vorhaben kosten. Wie Stadtbad-Geschäftsführer Christoph Schlupkothen erklärte, könnte der Neubau im Jahr 2021 eröffnet werden. Wie der Plan genau aussieht, erklärt Schlupkothen im Gespräch mit regionalHeute.de.


Das Bad ist noch voll funktionstüchtig, erklärt Schlupkothen. Aber eben nicht mehr zeitgemäß. Deshalb freue er sich ganz besonders, dass sich die Stadtbad GmbH nun dazu entschlossen hat, einen Ersatzbau zu schaffen. Nach Abwägung aller Kosten und Varianten habe man sich für einen Ersatzbau entschieden. Das sei auf lange Sicht wirtschaftlicher, so Schlupkothen. Für einen Ersatzbau spricht, dass die Nutzungsdauer hier 30 Jahre beträgt – rund ein Jahrzehnt länger als lediglich ein saniertes Hallenbad. Überdies ließe sich seine Nutzungsdauer durch Sanierung noch einmal um weitere 20 auf 50 Jahre verlängern. Die Energiekosten ließen sich jährlich um rund 50.000 Euro verringern – 10.000 Euro mehr als bei einer Sanierung.

Neubau statt Sanierung



Stadtbad-Geschäftsführer Christoph Schlupkothen. Foto:



Während eines Rundgangs durch das Bad zeigt Christoph Schlupkothen, was an dem Bad dringend saniert werden muss. So sei vor allem die Technik des Bads veraltet. Auch die Umkleide-und Duschbereiche seien nicht mehr zeitgemäß, ebenso die Fliesen im Bad. Auch der Eingangsbereich sei zu klein, so Schlupkothen. Hier wolle man in den Planungen ansetzen. "Der Eingangsbereich soll zum einen moderner und zeitgemäßer werden und natürlich soll er größer und funktionaler werden", so Schlupkothen. Er betonte, dass sich der Abriss und der Neubau nur auf das 1973 erbaute Hallenbad, nicht aber auf das erst1993 eröffnete Sportbad handelt. Dies bleibt von dem Vorhaben unberührt und werde auch während der Arbeiten weiter betrieben.

Angebot soll bleiben



Das Angebot an Becken soll bleiben. Foto: Anke Donner



Ein weiteres Augenmerk will man unbedingt auf die Barrierefreiheit legen. Derzeit wird das Bad auf zwei Ebenen betrieben. Im unteren Bereich befinden sich die Umkleidekabinen und Duschen. "Das ist natürlich überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Das ist also ein weiterer Ansatz - wir wollen versuchen, dass alles auf eine Ebene zu bekommen", erklärt Schlupkothen, der weiß, dass man so besonders den älteren Besuchern entgegenkommen kann. Weiteren Sanierungsbedarf gibt es auch an der Fassade, den Fenstern und den Decken.

Das Angebot beim neuen Bad soll grundsätzlich gleich bleiben, verspricht Schlupkothen. Der Umfang der derzeit angebotenen Becken soll also bleiben. Wie sie am Ende angeordnet werden, sollen die Planung zeigen. Weniger sichtbar, aber mit großem Einfluss auf die Betriebskosten, sollen zeitgemäße energetische Standards durch Wärmeschutzverglasung, Dämmung des Daches, Optimierung der Wärmerückgewinnung und Stromeinsparung erreicht werden. Große Investitionen stehen der Stadtbad GmbH im Bereich der Technik bevor. Die Systeme, Zuleitungen, Filteranlagen und Technikräume seien veraltet, so Schlupkothen. "Das funktioniert alles noch einwandfrei. Dennoch wollen und müssen wir auch hier viel modernisieren. Eine reine Sanierung wäre möglich, aber sehr aufwendig", erklärt Christoph Schlupkothen.

Abriss 2019



Die Umkleidekabinen sollen moderner werden. Foto: Anke Donner



Doch bevor die Bagger anrollen und einen Teil des Bades platt machen, muss ein Plan her. "Derzeit suchen wir einen Planer. Der sollte im Januar gefunden sein. Drei bis vier Monate werden dann vergehen, ehe die Pläne stehen. Die Planungsergebnisse sollten dann in der Mitte des kommenden Jahres vorliegen und werden von uns diskutiert. Der Abriss des Gebäudes könnte dann Mitte 2019 erfolgen", so Schlupkothen. Dann kann der Neubau in Angriff genommen werden. Denkbar wäre, dass das neue Bad dann zur Jahreswende 2020/2021 eröffnet wird. "Das sind nur erst einmal unsere Vorstellungen. Wie es letztendlich dann läuft ist ja auch immer von vielen Faktoren abhängig", erklärt der Stadtbad-Geschäftsführer.


Der Eingangsbereich soll funktionaler und größer werden. Foto: Anke Donner


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