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Avacon nimmt innovative Ladesäule für E-Autos in Betrieb


Avacon-Vorstand Frank Aigner und Bürgermeister Wittich Schobert nehmen die E-Ladesäule in Betrieb. Foto: Stadt Helmstedt
Avacon-Vorstand Frank Aigner und Bürgermeister Wittich Schobert nehmen die E-Ladesäule in Betrieb. Foto: Stadt Helmstedt Foto: Stadt Helmstedt

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08.06.2017

Helmstedt. Der Energiedienstleister Avacon errichtet in den nächsten Wochen insgesamt 15 innovative Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Raum. Die erste Säule dieser Art wurde am heutigen Mittwoch auf dem Holzberg in Helmstedt aufgestellt.


Die neu aufgestellte Ladesäuleverfügt über zwei Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt, was beschleunigte Ladevorgänge ermöglicht. „Getankt“ wird Ökostrom.Ein ganz besonderes Ausstattungsmerkmal ist der integrierte 46-Zoll-Bildschirm, auf dem zum Beispiel Informationen für Touristen, Bürger oder Kunden aufmerksamkeitsstark präsentiert werden können. Auch eine Vermarktung des Monitors für Werbezwecke ist möglich, was zur Refinanzierung der Ladesäule beitragen soll.

Kooperationsprojekt mit der Stadt auf dem Holzberg fördert Elektromobilität


Die Kooperation zwischen Avacon und der Stadt Helmstedt sieht vor, dass Avacon Eigentümer und Betreiber der Ladesäule ist. Über einen geeigneten Aufstellungsort war man sich schnell einig: Es wurde die Zufahrt zum Parkplatz auf dem Holzberg. Dies ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um während des Ladevorgangs in der Innenstadt einen Kaffee zu genießen oder durch die Geschäfte zu bummeln. Die Stadt stellt an der Säule zwei Parkplätze kostenfrei zur Verfügung, die ausschließlich dem Laden von E-Fahrzeugen vorbehalten sind. Für Avacon ist die Aufstellung der sogenannten Werbe-Ladesäulen ein Pilotprojekt, das die weitere Verbreitung von Lademöglichkeiten voranbringen soll. Da sich das Vorhalten von Ladeinfrastruktur derzeit in der Regel wirtschaftlich nicht rechnet, soll ermittelt werden, wie groß der Markt für Werbeleistungen auf Ladesäulen ist. Denn kommt man auf diese Weise einem wirtschaftlichen Betrieb näher, kann dies einen zusätzlichen Impuls für den weiteren Ausbau von Ladeinfrastruktur geben. Sollten Elektroautos – was viele Experten erwarten – in den nächsten Jahren tatsächlich aus der Nische fahren, in der sie sich derzeit noch befinden, wird eine große Zahl zusätzlicher öffentlich zugänglicher Lademöglichkeiten benötigt. In diese Richtung will das Avacon-Pilotprojekt einen Beitrag leisten.

Startschuss in Helmstedt


„Avacon hat bereits seit dem Jahr 2009 mit zahlreichen unterschiedlichen Elektroautos eigene praktische Erfahrungen gesammelt. Zeitweise hatten wir eine der größten E-Mobil-Flotten in Norddeutschland. Außerdem haben wir in großen Forschungsprojekten wichtige netztechnische Erkenntnisse gewonnen“, sagte Avacon-Personalvorstand Frank Aigner bei der offiziellen Inbetriebnahme der ersten Avacon-Werbeladesäule. „Als Stromnetzbetreiber wollen wir jetzt mithelfen, dass auch die entsprechenden Lademöglichkeiten vorhanden sind, wenn Elektromobilität den Durchbruch schafft.“

Avacon ist aber auch als Dienstleister für Kommunen und Unternehmen tätig, die ihrerseits Ladeinfrastruktur errichten wollen. Dazu hat das Unternehmen ein komplettes Servicepaket mit verschiedenen Ladesäulen-Modellen und ergänzenden Dienstleistungen entwickelt. Dieses umfasst neben Errichtung, Netzanschluss und Montage der Ladesäule auch den technischen Betrieb inclusive Abrechnung und Störungsbeseitigung. Elektromobilität zu fördern ist auch ein Ziel vieler Kommunen. Die meisten Städte und Gemeinden, die Avacon im Rahmen des Pilotprojekts hinsichtlich einer Partnerschaft angefragt hatte, sagten daher gerne zu. Auch in Helmstedt war man von dem Projekt sofort angetan.

„Dass wir die erste Avacon-Werbeladesäule gerade in Helmstedt in Betrieb nehmen können, freut uns natürlich ganz besonders“, sagte Bürgermeister Wittich Schobert. „Dies ist ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Helmstedt und Avacon, die wir bereits mehrfach unter Beweis stellen konnten.“

Auch beim Thema Elektromobilität gab es zwischen Stadt und Avacon in der Vergangenheit bereits mehrere Kooperationen. Anhand eines auf Zeit zur Verfügung gestellten E-Fahrzeugs aus dem Avacon-Fuhrpark konnte die Stadt eigene Erfahrung sammeln, ob sich solche Fahrzeuge für den Einsatz bei der Stadtverwaltung eignen. Und auch bei der Forschungs-Ladestation mit Solarstromgewinnung des Energieforschungszentrums Niedersachen in der Henkestraße zählten Stadt und Avacon gemeinsam zu den Unterstützern des Projekts.


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