Blühende Vielfalt: Gartenwettbewerb in Lehre fördert Artenschutz

In diesem Jahr dreht sich bei dem Wettbewerb alles um naturnahe Vorgärten. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: pixabay

Lehre. Unter dem Motto „Naturnahe Vorgärten“ steht der diesjährige Wettbewerb der Gemeinde Lehre. Nach dem erfolgreichen Start 2025, bei dem aus den zahlreichen Bewerbungen fünf besonders naturnahe Gärten prämiert wurden, geht es jetzt in die zweite Runde, wie es in Pressemitteilung der Gemeinde heißt.



Diesmal steht der Vorgarten im Mittelpunkt, denn auch dieser oft kleine Raum kann durch eine naturnahe und doch pflegeleichte Gestaltung, ein Biotop für die heimische Tier- und besonders Insektenwelt sein. Als „Global nachhaltige Kommune“ lobt die Gemeinde nun den zweiten Gartenwettbewerb aus, um naturnahe Gärten und deren heimische Artenvielfalt zu fördern. Dabei darf es auch im Vorgarten mal eine Wildblumenwiese anstelle einer Rasenfläche sein. Diese ist nicht nur bunt und bietet Lebensraum für viele Insekten, sondern ist auch noch pflegeleicht, da sie nur maximal zweimal im Jahr gemäht werden muss.

Zeichen für Artenvielfalt


„Mit dem neuen Schwerpunkt Vorgarten, wollen wir naturnahe, insektenfreundliche und bunte Alternativen aufzeigen zu den oft eintönigen Rasenflächen und öden Schottergärten, die man immer häufiger sieht“, erklärt Eike Guhl vom Fachbereich 50, die den Gartenwettbewerb organisiert, die Hintergründe. Beim Wettbewerb geht es um den grünen Eingangsbereich eines Grundstücks, der zwischen Haus und Straße liegt. „Nach der guten Resonanz im letzten Jahr, freuen wir uns auf zahlreiche Bewerbungen. Mit dem Wettbewerb möchte die Gemeinde ein Zeichen setzen für den Schutz der Artenvielfalt und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Wenn die teilnehmenden Gärten andere zu einer naturnahen Umgestaltung ihres eigenen Vorgartens anregen, wäre das ein toller Effekt“, so Bürgermeister Andreas Busch.

Preisgeld winkt


Das Engagement für Artenschutz und Biodiversität der fünf Gewinnergärten wird mit insgesamt 600 Euro Preisgeld belohnt.  Vom 9. März bis zum 24. April haben alle interessierten Menschen, aber auch Vereine sowie gemeinnützige Einrichtungen im Gemeindegebiet, die Gelegenheit, ihren Vorgarten zur Teilnahme am Wettbewerb einzureichen. Dazu kann man einfach eine E-Mail mit seinen Kontaktdaten und bis zu vier aussagekräftigen Fotos des Gartens an umweltwoche@gemeinde-lehre.de  schicken. Dabei können in einer kurzen Beschreibung des Gartens artenschutzfördernde Besonderheiten wie etwa Wasserstellen, Nisthilfen, Trockenmauern aufgezählt werden.

Eine Jury mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Umweltverbänden trifft aus allen Einsendungen eine Vorauswahl und nimmt ausgewählte Gärten voraussichtlich im Mai in Augenschein. Die Prämierung erfolgt dann im Spätsommer.

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