Jäger unterwegs: Diese Kreisstraße wird am Samstag gesperrt

Im Forstort Ölper im Landkreis Helmstedt soll die Anzahl der Wildschweine verringert werden.

Jagd in Helmstedt führt zur Vollsperrung einer Kreisstraße (Symbolbild).
Jagd in Helmstedt führt zur Vollsperrung einer Kreisstraße (Symbolbild). | Foto: Niedersächsischen Landesforsten

Helmstedt. Im Forstort Ölper sind am kommenden Samstag, 17. Januar, Jäger im Einsatz. Deswegen wird die Kreisstraße 51 zwischen Querenhorst und Rottorf gesperrt.



Das teilt das Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten mit. Dieses bejagt am Samstag den Forstort Ölper.

Vollsperrung am Vormittag


Die Vollsperrung betreffe demnach die K 51 zwischen dem Abzweig zur L 644 (Rottorf) und der B 244 (Querenhorst) und gelte von 9:30 bis 13:30 Uhr. Der Landkreis habe die Sperrung genehmigt. Diese gelte in beide Fahrtrichtungen. Absperrschranken und Hinweisschilder werden nach Jagdende unverzüglich wieder abgebaut, kündigen die Niedersächsischen Landesforsten an.

„Wir bitten alle um Verständnis für die Sperrung, da sie wichtig für die Sicherheit der Tiere und aller Verkehrsteilnehmenden ist“, sagt Revierleiterin Lena Pieper von der Revierförsterei Bahrdorf. Während einer groß organisierten Jagd können unerwartet Wildtiere oder Jagdhunde die Straße queren. Zudem appelliert die Försterin an alle Waldbesuchenden, Sperrungen und Warnschilder nicht zu ignorieren und am Jagdtag auf ein anderes Waldgebiet auszuweichen.

Ein wichtiger Grund für die Jagd sei die Vorbeugung von Wildkrankheiten und Tierseuchen. Durch die Jagd werde die Anzahl der Wildtiere reguliert und an die Gegebenheiten des Waldes im Ölper angepasst. Besonders in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest soll deshalb die Wildschweinpopulation reduziert werden. Auch wegen der Schäden, die Wildschweine auf Wiesen und Feldern anrichten können, ist eine angepasste Population wichtig.

Außerdem sei das übergeordnete Ziel der Niedersächsischen Landesforsten, dass sich der Wald durch die Samen, die von den Bäumen fallen, selbst verjüngen kann. Diese Naturverjüngung fördert die Gesundheit und Vielfalt im Wald und hilft ihm, sich an die Klimaveränderungen anzupassen. Ebenfalls bejagte Wildtiere wie Rehe und Hirsche fressen die Keimlinge, Knospen, Triebe und Rinde junger Waldbäume. Ist die Anzahl der Tiere zu hoch, gefährdet ihr Verbiss die Verjüngung im Wald.

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