Keine Mindeststärke: Diese Feuerwehren werden zusammengelegt

Langfristig hätte die Auflösung der Wehren gedroht. Nun hat der Samtgemeinderat Grasleben eine Entscheidung getroffen.

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Symbolbild | Foto: Alexander Dontscheff

Grasleben. Eine wichtige Weichenstellung für den Brandschutz in der Samtgemeinde Grasleben hat der Samtgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vorgenommen. Das Gremium beschloss, ein Konzept zur Fusion der Ortsfeuerwehren Rennau und Rottorf zu erarbeiten. Ziel ist es, beide Wehren zur neuen Feuerwehr Hasenwinkel zusammenzuführen. Darüber berichtet die Samtgemeinde in einer Pressemitteilung.



Hintergrund der Überlegungen ist, dass beide Ortsfeuerwehren seit längerer Zeit unter der gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststärke liegen. Nach den Vorgaben des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes hätte dies langfristig sogar zur Auflösung der Wehren führen können. Durch die geplante Fusion soll der Brandschutz jedoch dauerhaft gesichert werden.

Fusion bis Ende des Jahres


Rat, Verwaltung und Feuerwehrführung sind sich nach Angaben der Samtgemeinde im Grundsatz einig, dass die Fusion zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden soll. Mit dem Beschluss zur Ausarbeitung eines Fusionskonzeptes mit konkreten organisatorischen und strukturellen Details hat der Samtgemeinderat nun den ersten Schritt getan, um den Brandschutz in Rennau und Rottorf langfristig zu sichern. Samtgemeindebürgermeister Gero Janze zeigte sich mit der Einigung zufrieden: „Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam einen Weg gefunden haben, der von Feuerwehr, Verwaltung und Rat getragen wird. Damit schaffen wir eine verlässliche Perspektive für die Feuerwehren in Rennau und Rottorf.“

Fahrzeug soll verkauft werden


Zugleich sprach sich der Rat dafür aus, auch künftig beide Feuerwehrstandorte in Rennau und Rottorf zu erhalten. Im Zuge der weiteren Planung soll jedoch die Fahrzeugstruktur angepasst werden. So ist vorgesehen, das bisherige TSF-W der Feuerwehr Rennau (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) zu veräußern und stattdessen einen kostengünstigeren Mannschaftstransportwagen zu beschaffen.

Samtgemeindebürgermeister Gero Janze (re.) gratuliert Nikolas Müller zur Bestätigung als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Rottorf und Christin Bilz zur Ernennung als stellvertretende Ortsbrandmeisterin der Ortsfeuerwehr Ahmstorf.
Samtgemeindebürgermeister Gero Janze (re.) gratuliert Nikolas Müller zur Bestätigung als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Rottorf und Christin Bilz zur Ernennung als stellvertretende Ortsbrandmeisterin der Ortsfeuerwehr Ahmstorf. Foto: Samtgemeinde Grasleben


Neben strukturellen Fragen standen auch mehrere Personalentscheidungen im Feuerwehrbereich auf der Tagesordnung. Nikolas Müller wurde als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Rottorf bestätigt. Müller erklärte zugleich seine grundsätzliche Bereitschaft, diese Funktion künftig auch in der neu zu gründenden Feuerwehr Hasenwinkel wahrzunehmen.

Eine weitere Ernennung betrifft die Ortsfeuerwehr Ahmstorf: Christin Bilz wurde zur stellvertretenden Ortsbrandmeisterin ernannt. Sie soll perspektivisch die Nachfolge von Christian Fohlert antreten, der sein Amt aus Altersgründen gegen Ende des Jahres niederlegen wird. Bilz war bereits auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ahmstorf zur neuen Ortsbrandmeisterin gewählt worden. Samtgemeindebürgermeister Gero Janze würdigte die Entscheidung ausdrücklich: „Ich freue mich sehr über die Ernennung von Christin Bilz. Sie hat bereits viel Engagement in der Feuerwehr gezeigt und wird eine starke Nachfolgerin für Christian Fohlert sein.“

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