Kita-Plus und FSJ-Kräfte: Stadt will Betreuungszeiten erweitern

von Alexander Dontscheff


Die Stadt will weitere Einzelmaßnahmen beschließen, um das Betreuungsangebot in den Kitas zu erhöhen. Symbolfoto: Sandra Zecchino
Die Stadt will weitere Einzelmaßnahmen beschließen, um das Betreuungsangebot in den Kitas zu erhöhen. Symbolfoto: Sandra Zecchino

Helmstedt. Zur Erweiterung der Betreuungszeiten im Kita-Bereich will die Stadt einige Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel soll das Bundesprogramm „Kita-Plus“ in der Kita St. Stephani mit eigenen Mitteln dauerhaft installiert werden. Die Finanzierung soll über den jährlichen Defizitausgleich des Landes gestemmt werden.


Ein entsprechender Antrag wird in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales am heutigen Donnerstag diskutiert. Die Entscheidung fällt der Rat.

Neben der dauerhaften Installation der erweiterten Betreuungszeiten des Bundesprogramms „Kita-Plus“ in der Kita St. Stephani, sieht der Antragauch dieUmwandlung einer kombinierten Dreivierteltags-/Ganztagsgruppe in der KitaSt. Christophorusund dieBezuschussung von FSJ-Kräften (Freiwilliges Soziales Jahr) in den ev.- luth. Kindertageseinrichtungen vor.

„Kita-Plus“ kostet20.421 Euro jährlich


Seitens der Kirchengemeinde Georg Calixt wurde für die Kita St. Stephani beantragt, dass die Finanzierung von „Kita- Plus“ auch nach dem Ablauf des BundesprogrammsEnde dieses Jahres durch die Stadt Helmstedt sichergestellt wird. Seitens des Kindergartens St. Stephani wurde eine Evaluation vorgelegt. Danach habe sich die Konzeption des Bundesprogramms „Kita-Plus“ bewährt und sollte fortgeführt werden. Die Kosten für die Fortführung des Programms betragen in 2019 sowie in den folgenden Jahren 20.421 Euro.Aus Sicht der Verwaltung werde die dauerhafte Installation der erweiterten Betreuungszeiten des Bundesprogramms „Kita-Plus“ empfohlen um den Anforderungen einer modernen Gesellschaft mit veränderten Arbeitszeiten gerecht zu werden.

Beitrag zur Steigerung der Familienfreundlichkeit


Die Kirchengemeinde St. Christophorus hat für die Kita St. Christophorus die Umwandlung einer bestehenden Mischgruppe in eine Regelgruppe beantragt. In der kombinierten Dreivierteltags-/Ganztagsgruppe werden momentan 15 Plätze im Betreuungszeitraum 8 bis 14 Uhr undzehn Plätze im Betreuungszeitraum 8 bis 16 Uhr vorgehalten. Um den Wünschen der Erziehungsberechtigten gerecht zu werden,sei geplant diese Gruppe in eine Ganztagsgruppe mit 25 Plätzen und einer Betreuungszeit von 8 bis 16 Uhr umzuwandeln. Die Kirche rechnet mit jährlichen Kosten vonrund 7.859 Euro.Laut Verwaltung sei die bedarfsgerechte Ausgestaltung der Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen ein weiterer Beitrag zur Steigerung der Familienfreundlichkeit in Helmstedt und könne für die Erziehungsberechtigten ein wichtiger Standortvorteil sein.

Zwei bis vier neue FSJ-Stellen


Gemeinsam haben die ev.- luth. Kindertagesstätten in der Stadt Helmstedt über die Kirchliche Verwaltungsstelle beantragt, Stellen für FSJ-Kräfte in den Einrichtungen zu bezuschussen. Insgesamt sollen zwei bis vier FSJ-Stellen eingerichtet werden. Pro FSJ-Stelle werde von jährlichen Kosten von 8.000 Euro ausgegangen. Seitens der Verwaltung werde dieser Antrag unterstützt, um junge Menschen für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu interessieren. Insbesondere im Hinblick auf die schwierige Personalrekrutierungsei es wichtig, die Arbeitsbedingungen in den Kindertageseinrichtungen für das Personal zu verbessern um insgesamt den Beruf attraktiver zu machen.

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