Helmstedt. Im Landkreis Helmstedt soll der Ausbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos erfolgen. Darauf haben sich die Bürgermeister und der Landrat verständigt, denn Pkw erzeugen rund 60 Prozent der Ausstöße von Treibhausgasen im Straßenverkehr, berichtet der Landkreis in einer Mitteilung am heutigen Montag.
Die beauftragten Vertreter aus den Verwaltungen der Städte, Gemeinden und Samtgemeinden aus dem Landkreis Helmstedt kamen jüngst in einem Arbeitsteam zusammen, um in dem umfangreichen Projekt den nächsten Schritt zu tun. Die Klimaschutzmanager Oliver Körtge und Christoph Neddermeier vom Landkreis Helmstedt hatten hierzu eingeladen.
Bedarf wurde ermittelt
Ladeangebot erweitern
„Es muss nur bei der Auswahl der Standorte durch die Gemeinden bewertet werden, wie lange die Fahrzeuge in der Regel dort vor Ort geparkt und geladen werden“, ergänzt Oliver Körtge, da danach die Ladeleistung der Ladepunkte zu berechnen ist. Ladepunkte mit geringerer Ladeleistung können ein Fahrzeug etwa in einer Stunde mit 11-22 Kilowattstunden laden, was ungefähr 50-100 Kilometern Fahrtstrecke entspricht. Ladepunkte mit größerer Ladeleistung für Fahrzeuge schaffen dies schon in weniger als zehn Minuten. Wenn also jemand eine Stunde im Supermarkt einkauft, dann wird für den Ladevorgang in dieser Zeit eine größere Ladeleistung erforderlich sein, als wenn ein Berufspendler während der Arbeitszeit sein Fahrzeug acht oder neun Stunden lädt.
Voraussetzungen müssen geprüft werden
Für größere Ladeleistungen seien aber auch größere Strommengen nötig. Darum, erläutert Anna Tiede, ist nach Ermittlung der Ladepunkte als nächstes zu prüfen, ob an den jeweiligen Standorten die technischen Voraussetzungen erfüllt sind bzw. nachgerüstet werden können. Diese Prüfung erfolgt vor allem zusammen mit den regionalen Stromanbietern.
Christoph Neddermeier erklärt abschließend, dass wenn die ermittelten Standorte auch realisierbar seien, im Ergebnis das Konzept für LISA, dem Ladeinfrastrukturausbau im Landkreis Helmstedt steht. Anhand dessen können die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden nach Investoren für Ladesäulen suchen, die dann mit den Arbeiten für den Aufbau beginnen werden.