Helmstedt. Christoph Neddermeier von der Stabstrelle Klimaschutz des Landkreis Helmstedt hat am Donnerstag, 13. November, im Rahmen des Niedersächsischen E- MOBILITY SUMMIT 2025 in Hannover die Ausbaustrategien für die öffentliche Ladeinfrastruktur in Empfang genommen. Das berichtet der Landkreis in einer Pressemitteilung.
Die Strategie war in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) erarbeitet worden. Timo Quander, Präsident der Landesbehörde, hat das Arbeitsergebnis feierlich übergeben. „Es war eine sehr angenehme und pragmatische Zusammenarbeit zwischen Landesbehörde, Landkreis und unseren kreisangehörigen Gemeinden und Städten. Hierdurch konnten wir gemeinsam recht zügig zu dem tollen Gesamtergebnis kommen. So macht Projektarbeit unter Behörden Spaß“, erklärte Christoph Neddermeier.
Den Schlüssel in der Hand
Quander zeigte sich erfreut über die konstruktive Zusammenarbeit. „Sie halten mit Ihren Ausbaustrategien jetzt den Schlüssel für das schnelle und systematische Wachstum des öffentlichen Ladenetzes in Ihrer Region in der Hand“, sagte er bei der Übergabe in Hannover. „Damit füllen Sie eine wichtige Rolle bei der Antriebswende vor Ort aus. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr steht Ihnen dabei auch weiterhin zur Seite.“
Das Konzept enthält eine Reihe von Standorten, an denen Ladestationen für Elektrofahrzeuge potenziell errichtet werden können. Hierzu gehören zum Beispiel der Rathausplatz in Büddenstedt oder der Marktplatz in Velpke. Um diese Standorte zu identifizieren, hatten der Landkreis Helmstedt und die Gemeinden in den vergangenen Monaten zusammen mit der Landesbehörde den Bedarf an Ladeleistung für Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2030 identifiziert, Flächen analysiert und die Machbarkeit des Baus von Ladestationen mit dem Stromnetzbetreiber abgestimmt.
In Konzession errichten
Die Ausbaustrategie sei die Grundlage, um schnell und systematisch viel Ladeinfrastruktur in die Fläche zu bringen. Energieversorgungsunternehmen sollen die Schnell- und Normalladepunkte in Konzession errichten. Und die Zusammenarbeit mit dem Land soll weitergehen: Derzeit erarbeitet die Landesbehörde zusammen mit zwei Modelllandkreisen, wie eine Konzessionsvergabe für mehrere Kommunen eines Landkreises zusammen funktioniert.
Passend zum jetzt übergebenen Ausbaustrategiekonzept wird beim Landkreis Helmstedt bereits losgelegt: Vor dem Kreishaus 1 am Südertor werden derzeit für zwei Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten vier Parkplätze errichtet. Ein Schnelllader könne aufgrund der verfügbaren Infrastruktur nicht installiert werden. Aber jeder Ladepunkt stellt 11 KW zur Verfügung, also insgesamt 44 KW Ladeleistung. Hier können künftig nicht nur die E-Fahrzeuge des Landkreises, sondern auch private Autos geladen werden.

