Schöningen. Neben 32 Stolpersteinen, die an die jüdischen Opfer der NS-Zeit in Schöningen erinnern, und den Stolpersteinen für politisch Verfolgte und Euthanasieopfer, wird auch der Zwangsarbeiter gedacht. Das teilt die Stadt Schöningen in einer Pressemeldung mit.
Mehr als 3.200 Menschen verschiedener Nationalitäten wurden zwischen 1939 und 1945 gezwungen, in Schöningen und Alversdorf in Bergbau, Landwirtschaft, Industrie oder Privathaushalten zu arbeiten. Sie wurden gedemütigt, ausgebeutet, entrechtet und misshandelt. Viele wurden ermordet. Daran erinnert vor dem Neuen Rathaus die Stolperschwelle.
Patenschaft übernommen
Auf Anregung des Arbeitskreises Stolpersteine und Gedenkarbeit haben die Auszubildenden der Stadtverwaltung nun ihr Engagement für den Gedenkort unter Beweis gestellt und eine Patenschaft übernommen, die in der Zukunft an die folgenden Jahrgänge weitergegeben wird. Stellvertretend übernahmen die künftigen Verwaltungsfachangestellten Svenja Gehlhar und Elisa Bauermeister nun den ersten Einsatz, reinigten die Messingschwelle und legten Rosen nieder. Diese Aufgabe soll nun regelmäßig von den Auszubildenden erledigt werden.
Unterstützung, Dank und Hochachtung bekamen sie von Bürgermeister Malte Schneider und dem Schöninger Arbeitskreis Stolpersteine und Gedenkarbeit, der sich seit vielen Jahren gegen das Vergessen der dunkelsten deutschen Epoche einsetzt.

