Streusalzmangel in Helmstedt: Was das für Autofahrer bedeutet

Im Landkreis kommt es zu Einschränkungen beim Winterdienst. Das hat Konsequenzen für die Hälfte aller Kreisstraßen.

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Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Matthias Kettling

Helmstedt. Nach einem Sonntag, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat, ist in der vergangenen Nacht der Schnee in die Region zurückgekehrt. Manch einem Verkehrsteilnehmer könnte am heutigen Morgen allerdings aufgefallen sein, dass der Winterdienst im Landkreis teilweise eingeschränkt ist. regionalHeute.de hat bei der Kreisverwaltung nach den Gründen gefragt.



Wie es seitens der Landkreisverwaltung heißt, sei wegen des anhaltenden Winterwetters derzeit das Streusalz auch im Landkreis Helmstedt knapp geworden. Da für die nächsten Tage Schneefall vorausgesagt sei und die Wetterprognosen nicht immer eindeutig seien, werde die Kreisstraßenmeisterei Prioritäten setzen und die Anzahl der Streueinsätze reduzieren müssen. Ziel sei es, dass die verkehrswichtigen Verbindungsstraßen gestreut werden – das bedeute, dass etwa 50 Prozent der Kreisstraßen nicht mehr gestreut würden. Sobald wieder Salzlieferungen eintreffen, werde das gesamte Kreisstraßennetz gestreut.

Nachlieferung kann sich verzögern


Weiter heißt es, die Kreisstraßenmeisterei Helmstedt habe am 2. Februar Streusalz für den Winterdienst bestellt. Seitens des Lieferanten sei mitgeteilt worden, dass der Landkreis Helmstedt aller Voraussicht nach am 20. Februar Streusalz geliefert bekomme. Der Termin sei jedoch nicht sicher und könne sich noch weiter nach hinten verschieben. Der noch vorhandene Vorrat an Streusalz betrage derzeit 180 Tonnen.

Hintergrund


Wie in jedem Jahr habe die Kreisstraßenmeisterei die maximal mögliche Menge an Streusalz, also 600 Tonnen, eingelagert. Bisher seien nachgeorderte Mengen Salz zeitnah innerhalb weniger Tage vom Lieferanten lieferbar gewesen – dies sei nach mehreren Wochen mit Schnee und Frost aktuell leider nicht mehr der Fall. Der Salzlieferant sei derzeit um etwa das Dreifache der Produktions- und Lieferkapazitäten überbucht. Für das Streugut in den Fahrzeugen des Winterdienstes müssten zudem besondere technische und qualitative Anforderungen gestellt werden, es sei also nicht jedes Salz geeignet.

Der Räumdienst werde weiterhin wie gewohnt nach Kräften im Einsatz sein. Bis wieder ausreichend Salz zum Streuen der Kreisstraßen verfügbar ist, bittet der Landkreis alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis sowie besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.