Streusalzmangel: Warum das Bergwerk Grasleben nicht helfen kann

Beim Winterdienst in Helmstedt wird das Streusalz knapp. Doch auch im Salzbergwerk Grasleben lässt es sich nicht so einfach beschaffen.

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Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Helmstedt. Im Landkreis wird vorübergehend nur noch auf der Hälfte der Kreisstraßen Streusalz eingesetzt. Grund hierfür sind Lieferengpässe – regionalHeute.de berichtete. Viele Menschen aus dem Kreis Helmstedt fragen sich nun, weshalb es nicht möglich ist, Streusalz aus dem Salzbergwerk in Grasleben zu beschaffen. regionalHeute.de hat bei der Betreibergesellschaft K+S nachgefragt.



Wie es seitens der Landkreisverwaltung am gestrigen Montag geheißen hatte, sei wegen des anhaltenden Winterwetters derzeit das Streusalz auch im Landkreis Helmstedt knapp geworden. Die Kreisstraßenmeisterei werde daher Prioritäten setzen und die Anzahl der Streueinsätze reduzieren müssen. Etwa 50 Prozent der Kreisstraßen würden vorübergehend nicht mehr gestreut. Das hatte bei vielen Verkehrsteilnehmern für Unverständnis gesorgt – besonders, weil es im Landkreis das Salzbergwerk in Grasleben gibt.

Abholung nicht möglich


Thorsten Kowalowka, Pressesprecher bei der K+S Aktiengesellschaft, teilt auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass der Winterdienst ein sehr planungs- und logistikintensives Geschäft sei. Normalerweise werde er über Ausschreibungen und Lieferverträge organisiert, die klar definierte Qualitäten, Mengen, Lieferfenster und Logistikketten beinhalten. Ein "einfaches Abholen" am Standort, wie man es vielleicht aus dem Einzelhandel kennt, sei daher nicht möglich. Dies würde die abgestimmten Verlade- und Transportprozesse stören, die auch strenge Sicherheits- und Dokumentationsanforderungen erfüllen müssen.

Fokus auf Hauptverkehrswege


Besonders in Phasen sehr hoher Nachfrage, wie wir sie derzeit erleben, sei es entscheidend, dass die verfügbare Logistikleistung so eingesetzt werde, dass die Versorgung insgesamt stabil bleibe. Dies bedeute, dass der Fokus auf die Befahrbarkeit der Hauptverkehrswege gelegt werde, um eine möglichst effiziente und sichere Verteilung des Streusalzes zu gewährleisten.