Umfangreiche Pflegemaßnahmen im Heeseberg-Gebiet

Zu Beginn der Adonisröschen-Blüte finden noch letzte wichtige Pflegearbeiten auf mehreren Flächen im Naturschutzgebiet statt.

Archivbild vom Heeseberg. Die Blüte hat dieses Jahr noch nicht begonnen.
Archivbild vom Heeseberg. Die Blüte hat dieses Jahr noch nicht begonnen. | Foto: Landkreis Helmstedt

Heeseberg. Zu Beginn der Adonisröschen-Blüte finden noch letzte wichtige Pflegearbeiten auf mehreren Flächen im Naturschutzgebiet statt. Das berichtet der Landkreis Helmstedt in einer Pressemitteilung.


Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises konnte erfolgreich Fördermittel im Rahmen der Richtlinie zum „Erhalt und Entwicklung der Biologischen Vielfalt“ – kurz „BiolV“ einwerben. Die finanziellen Mittel werden vom Land Niedersachsen und der EU bereitgestellt. Ziel ist die Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Arten der ländlichen Landschaften sowie die Verbesserung der biologischen Vielfalt.

Erhalt der bedrohten Steppenrasen


Schwerpunkte der Förderung sind die Kulisse des europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“, insbesondere mit Blick auf die Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie 2030 oder auch die Verbesserung der Erhaltungszustände der Naturschutzgebiete. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf der Pflege und dem Erhalt der bedrohten Steppenrasen, die in Niedersachsen fast vollständig im Landkreis Helmstedt innerhalb des Natura 2000-Netzwerkes liegen. Diese trocken-warmen Biotope beherbergen einige seltene charakteristische Pflanzenarten wie das bekannte Frühlings-Adonisröschen oder auch das Haar- Pfriemengras, die an diese Klimabedingungen angepasst und auf offene Standorte angewiesen sind.

Aus diesem Grund fanden im Januar und Februar dieses Jahres durch die Untere Naturschutzbehörde beauftragte, erste umfangreiche Gehölzrückschnitte und Freistellungen verbuschter Flächen im Heeseberg-Gebiet, genau genommen in den Naturschutzgebieten „Heeseberg“ sowie „Hahntal und Höckels“, statt.

Robinie soll verschwinden


Zudem soll die invasive Baumart Robinie auf dem Heeseberg mittels Ringelung ihrer Rinde zunächst geschwächt und im Anschluss vollständig zurückgedrängt werden. Die freigestellten Flächen werden im Rahmen der Förderung noch bis einschließlich 2028 nachgepflegt, um einer erneuten Verbuschung vorzubeugen. Ab dem Jahr 2029 sollen die Flächen in dauerhafte Pflegemaßnahmen überführt werden, um den Zustand zu erhalten.

Aufgrund der nun beginnenden Blütezeit des Frühlings-Adonisröschens möchte der Landkreis vor allem naturinteressierte Besucher des Heeseberges, die sich an den großen, leuchtend gelben Blüten erfreuen wollen, vorsorglich darauf hinweisen, dass in den nächsten Tagen noch ein Abräumen des Schnittgutes von den Flächen erfolgen wird und man mit Gehölzschnitthaufen entlang der Wege rechnen muss.