Was macht der Blitzer-Anhänger auf dem Bürgersteig?

Der Landkreis Helmstedt gibt eine Erklärung zu einem Standort von "Karl“ in Schöningen ab.

Der Blitzeranhänger "Karl" in Schöningen.
Der Blitzeranhänger "Karl" in Schöningen. | Foto: Landkreis Helmstedt

Schöningen. Die Aufstellung des Blitzeranhängers "Karl“ auf einem Fußweg in Schöningen hat zu Nachfragen und teilweise Irritationen geführt. Die Kreisverwaltung möchte daher zum besseren Verständnis einige Erläuterungen dazu geben und teilt diese in einer Pressemeldung mit.



Zunächst bedankt sich der Landkreis für das vielfach gezeigte Interesse an seiner Verkehrssicherheitsarbeit und der Nutzbarkeit des Gehweges durch Fußgänger: "Berechtigte Hinweise helfen allen Mitarbeitern der Kreisverwaltung bei ihrer Arbeit, daher begrüßen wir dies ausdrücklich."

"Falscher Eindruck entstanden"


Teilweise sei allerdings durch im Internet kursierende Fotos ein falscher Eindruck entstanden. Erste Bilder vom Anhänger inklusive Rädern mitten auf dem Gehweg zeigten nicht den endgültigen Standort, sondern eine Momentaufnahme während des Aufbaus. Bilder mit dem tatsächlichen Standort seien daran erkennbar, dass „Karl“ ohne sichtbare Räder direkt am Fahrbahnrand stehe.

Eine Aufstellung der Messstation auf dem Gehweg, wie in Schöningen geschehen, sei letzte Wahl und erfolge nur, wenn eine andere Aufstellung aus messtechnischen Gründen nicht möglich sei, wie im Fall Schöningen / Büddenstedter Straße entsprechende Ausnahmegenehmigungen nach der Straßenverkehrsordnung vorlägen und eine ausreichende Gehwegbreite für Fußgänger verbleibe.

"Abstand groß genug"


Alle drei Voraussetzungen seien an der Büddenstedter Straße gegeben. Zwischen dem Messanhänger und dem Haus verbleibe ein mehr als ein Meter breiter Durchgang auf dem Gehweg. Damit sei gewährleistet, dass auch Kinderwagen und Karren, e-Rollstühle und selbst Zwillingskarren die Engstelle passieren könnten. Zum Vergleich: Baustellenbrücken, wie sie beispielsweise bei Kabel- oder Rohrverlegearbeiten auf Gehwegen genutzt werden, hätten in der Regel nur eine Breite von einem Meter.

Nachdem „Karl“ vor dem Wochenende sicherheitshalber noch mal eine Nacht zum Nachladen der Batterien in der Garage war, wurde er deshalb am heutigen Freitagvormittag wieder an selber Stelle aufgestellt. Die Kreisverwaltung bittet alle Betroffenen um gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für die Kontrollen, die im übrigen von Anwohnern der Büddenstedter Straße ausdrücklich begrüßt worden seien.