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Herrenabend des Technikervereins abgesagt

Der Herrenabend, zu dem keine Frauen zugelassen sind, stand in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik.

von Julia Fricke


Archivfoto.
Archivfoto. Foto: Werner Heise

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01.10.2020

Braunschweig. Während der Jahresmitgliederversammlung des Technikervereins Braunschweig von 1887 gab der 1. Vorsitzende, Sven Hansmeier bekannt, dass der alljährliche Herrenabend im November in diesem Jahr nicht durchgeführt werden wird, wie aus einer Pressemitteilung des Technikervereins hervorgeht. Der Herrenabend, eine Veranstaltung, zu der Frauen keinen Zutritt haben, hatte in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen gesorgt. Zuletzt standen die während der Veranstaltung gesungenen Lieder in der Kritik (regionalHeute.de berichtete).



Vor allem die Partei Die Linke sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder dafür, dass der Herrenabend ins Visier der Öffentlichkeit gerät. Bereits im Jahr 2019 forderte die Partei, dass sich Ratsmitglieder verpflichten an Veranstaltungen, zu denen keine Frauen zugelassen seien, nicht mehr teilzunehmen (regionalHeute.de berichtete).

Trotz Kritik wollen sich die Mitglieder des Technikervereins das Feiern im nächsten Jahr nicht nehmen lassen. Mit dem Optimismus, im Frühjahr durch umfassende Impfmaßnahmen die Pandemie überwunden zu haben, habe Hansmeier einen Herrenabend für die Mitglieder im Frühjahr angekündigt. Hansmeier habe sich zudem zuversichtlich gezeigt, dass im ersten Quartal 2021 große Impfaktivitäten zu erwarten seien, wie es weiter in der Pressemitteilung hieß. „Nach all den Entbehrungen und der großen Disziplin, die die meisten Deutschen an den Tag gelegt haben, gehe ich davon aus, dass die Politik alles tun wird, den Impfstoff zeitnah in großem Umfang zur Verfügung zu stellen. Wir werden mit einem Herrenabend im Frühjahr wieder in unser Vereinsleben starten und dann im November 2021 mit all unseren Freunden den großen Herrenabend mit Eisbeinessen, Blasmusik und Gesang wieder kräftig feiern. Darauf freuen wir uns alle schon jetzt“, so Hansmeier abschließend.


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