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Hertie-Immobilie: 26 Meter - Modeturm soll höher als der Schloßturm werden ***aktualisiert***

von Marc Angerstein



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01.04.2014


Wolfenbüttel. Bei einer Informationsveranstaltung Ende Februar zum Umbau der leerstehenden Hertie-Immobilie wurde der geplante Modeturm der Ecke Löwenstraße/ Großer Zimmerhof entstehen soll, von den Bürgern kritisiert, aber auch gelobt (WolfenbüttelHeute.de berichtete). Bürgermeister Thomas Pink und Wirtschaftsförderer Dietrich Behrens teilten heute mit, dass die Architekten den Modeturm deutlich höher planen, als bisher bekannt war. 


So präsentiert sich das Haus künftig, blickt man von den Krambuden darauf. Ein Blickfang soll die Modesäule sein, die allerdings deutlich höher werden soll, als auf dieser Grafik. Grafik: Fleper Architekten Foto:



"Der zuständige Architekt Phillipp Fleper und der Geschäftsführer des Projektentwicklers Amandla International GmbH, Lars Esser-Carius, informierten uns gestern Abend darüber, dass der potentielle Ankermieter C&A einen Mietvertrag für das Hertie-Objekt nur dann unterschreiben würde, wenn der Modeturm deutlich höher werde, als bisher geplant", sagte Pink heute Morgen gegenüber unserer Online-Zeitung bei einem Pressetermin am Gebäude.

Der Bekleidungsriese C&A gilt als einer der - mindestens drei - Ankermieter, die wichtig sind, um das Projekt umzusetzen und im ehemaligen Hertie-Gebäude wieder Einzelhandelsflächen anzusiedeln.


Bürgermeister Thomas Pink und Wirtschaftsförderer Dietrich Behrens wollen die C&A-Forderung prüfen. Foto: Archiv



"Mehr als vier Jahre nach dem Aus für Hertie soll nun wieder Leben in das Gebäude einziehen. 6000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und mehrere 100 Quadratmeter Büroflächen warten nur darauf, wiederbelebt zu werden", erklärt der Wirtschaftsförderer. Auf C&A könne man dabei nicht verzichten.

26 Meter? - Gutachten steht noch aus


Phillipp Fleper war telefonisch heute Morgen nicht zu erreichen. Aus seinem Büro hieß es, das der Modeturm derzeit in einer Gesamthöhe von 24 bis 26 Meter geplant werde. Allerdings würden  noch statische Gutachten fehlen. Davon hängt ab, ob dem Wunsch von C&A entsprochen werden könne.


Phillipp Fleper, Lars Esser-Carius und Thomas Pink bei der Informationsveranstaltung Ende Februar. Foto: Archiv



Der Architekt will Akzente an den Ecken setzen: Ein Modeturm in Ausrichtung Krambuden und zweigeschossige Glasflächen an der Ecke Löwenstraße/ Schulwall als Kontrast zum Schloss. Vom Großen Zimmerhof aus wird es keine Ladenzugänge geben. Eine zeitlose, schlichte, weiße Putzfassade und ortstypische Dachausformung mit Satteldach und Gauben sollen sich ins Stadtbild einfügen - ausgewählter Materialwechsel für Kontraste sorgen.

Stadtrat soll entscheiden -


Modeturm höher als Schloßturm oder Hauptkirche


"Wir müssen jetzt mit der Denkmalschutzbehörde prüfen, ob ein so hoher Anbau überhaupt zulässig ist", erklärte Pink. Der Modeturm würde nämlich alle anderen Türme der Stadt überragen und somit das Stadtbild in der Silhouette stark verändern. Darüber müsste dann auch die Politik entscheiden. "Ich habe heute auch den Bauausschuss-Vorsitzenden Stefan Brix und die Fraktionsvorsitzenden bereits über die C&A-Forderung informiert", so der Bürgermeister.


Wie hoch wird der Modeturm an dieser Stelle künftig sein? Bis zu 26 Meter sind möglich. Foto: Archiv



Der Modeturm polarisierte bereits bei der Informationsveranstaltung "Rathausgespräche". Vielen Bürgern ist der Modeturm zu modern. Der historische Kopfbau in der jetzigen Ausrichtung zu den Krambuden soll zurückgebaut werden. Dem schließt sich der Rückbau der gesamten Fassade entlang der Löwenstraße an. Im Erdgeschoss entstehen sechs gleichgeschnittene Ladenflächen in einer Größe von 70 Quadratmeter. Ein Café und ein Restaurant mit Blick auf das Schloss sind angedacht.

Aktualisierung, 1. April, 23.59 Uhr 


Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Aprilscherz.


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