Wolfenbüttel

Herzöge mit Start-Ziel-Sieg zum Saisonstart



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21.09.2014


Wolfenbüttel. Zu einem letztlich ungefährdeten Auftaktsieg in der 1. Regionalliga kamen die MTV Herzöge Wolfenbüttel. Gegen ALBA Berlin siegte das Team um Spielertrainer Demetrius Ward mit 81:64 (19:12, 25:18, 19:17, 18:17). Aufreger gab es dennoch einige.

Einen ersten Schockmoment galt es bereits einen Tag vor dem Spiel zu verarbeiten. Nachdem Center Marcel Schwarz sich am Donnerstag im Training am Finger verletzt hatte, brachte die Diagnose am Freitag Gewissheit: Ein angebrochener Daumen wurde zunächst mit einem Gips versorgt, der „Big Man“ aus Salzgitter fällt vorerst aus.

So hieß es für Demetrius Ward umdisponieren. Vor 220 Zuschauern startete Tobias Tessmann auf der 5er-Position. Mit ihm gehörten Ivan Emanuely, Marius Pöschel, Niko Skouen und Ward selbst zur Startformation. Vor allem Marius Pöschel zeigte sich im Vergleich zur Saisonvorbereitung stark verbessert, verteidigte gewohnt aggressiv, zeigte aber auch im Angriff endlich wieder seine Qualitäten. Nach optimalem Start (10:0, 5. Spielminute) legten die Berliner ihre Anfangsnervosität ab und verkürzten auf zwischenzeitig nur noch vier Punkte Rückstand (12:8, 7.). Doch sichere Freiwurftreffer von Marvin Ahrens und Niko Skouen brachten den MTV Herzögen eine Sieben-Punkte-Führung nach dem ersten Viertel.

Im zweiten Viertel setzte die Ward-Truppe ihr gutes Teamspiel fort. Auch die zwei Wolfenbütteler Youngster Kai Seidel und Jan Drzymalla kamen zu ihren ersten Regionalliga-Einsätzen, sodass bereits zur Halbzeit alle Herzöge auf dem Lindenhallen-Parkett standen und einen komfortablen 44:30-Vorsprung verbuchen konnten.

In der zweiten Halbzeit wurde das Ergebnis dann verwaltet. Zwar kamen die Berliner kurz nach Beginn des Schlussabschnitts noch einmal auf acht Punkte heran (63:55, 32.), doch wirklich gefährlich wurden sie den MTV Herzögen nicht mehr, sodass am Ende ein deutlicher 17-Punkte-Sieg an der Anzeigetafel leuchtete.

Hoffentlich hinterlässt dieser jedoch nicht noch einen mehr als faden Beigeschmack: Kurz vor Schluss verdrehte sich Niko Skouen, einmal mehr Topscorer der Lessingstädter, bei einer Berliner Attacke im Kampf um den Ball das Knie und musste das Ende der Partie mit einem Eisbeutel von der Bank aus verfolgen. Die endgültige Diagnose steht aus. Herzöge-Geschäftsführer Nicolas Grundmann: „Der Ausfall von Marcel war natürlich ein Schock für uns alle, aber die Mannschaft hat das toll weggesteckt. Auch Berlin konnte nicht in Bestbesetzung antreten, von daher war das schon ein Pflichtsieg. Dennoch ein sehr wichtiger, weil das erste Saisonspiel immer auch ein bisschen Nervensache ist.“


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