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"Hilfe kennt keinen Lockdown" - Netzwerk startet Kampagne für gebeutelte Familien



Helmstedt

"Hilfe kennt keinen Lockdown" - Netzwerk startet Kampagne für gebeutelte Familien

Das Netzwerk mache sich vor allem Sorgen, dass "traditionelle Rollenbilder" im Lockdown gefestigt werden. Gerade Frauen seien in der Coronakrise die Verlierer.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Helmstedt. Quarantäne, Isolation, man trifft keine Freunde mehr und überhaupt: Wo können Eltern hin mit all ihren Sorgen? Zu diesem Zweck hat sich das Netzwerk Frühe Hilfen die Kampagne „Hilfe kennt keinen Lockdown!“ überlegt. Mit dem Bild eines Vaters, offensichtlich im Homeoffice mit Kinderbetreuung und dem Essen auf dem Herd soll eine breite Zielgruppe angesprochen werden. Hierüber informiert der Landkreis Helmstedt in einer Pressemitteilung.



„Und ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl soll es auch sein“, verrät Netzwerkkoordinatorin Carina Weferling. „Oftmals sind es nämlich eben doch nur die Frauen, die diesen Spagat hinlegen und weniger die Väter. Vielleicht ändert die Kampagne ja auch diese Sichtweise.“
Auch die Autorin und Soziologin Jutta Allmendinger spricht von einer stattfindenden „Retraditionalisierung“ in Richtung der Fünfziger Jahre und Zementierung der Ungleichheit der Geschlechter. Insbesondere Frauen sind in dieser Coronakrise die Verlierer und haben neben mehrfacher Belastung eher Existenzängste als Männer, bedingt durch häufigere Jobs im niedrigen Lohnsektor. All diese Faktoren beeinträchtigen erheblich die psychische Gesundheit und hier knüpft die Kampagne an. Wer in dieser Notlage Hilfe oder einfach ein offenes Ohr benötigt, der darf und soll sich angesprochen fühlen.

Die Kampagne startet am 24. März und beinhaltet sowohl Online- als auch Printmedien. Weitere Informationen zur Kampagne und zu den Hilfsmöglichkeiten sind zu finden unter www.helmstedt.de/fruehehilfen oder bei Netzwerkkoordinatorin Carina Weferling unter 05351 – 121 1355, oder per Mail: carina.weferling@landkreis-helmstedt.de.


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