Region. Polarlichter faszinieren seit jeher die Menschen. Wenn bunte Farben über den nächtlichen Himmel tanzen, bietet sich ein beeindruckendes Schauspiel, das für Staunen und wunderschöne Momente sorgt. In diesem Monat könnten die Chancen, Polarlichter zu sehen, besonders gut stehen. regionalHeute.de weiß, woran das liegt.
Polarlichter entstehen, wenn hochenergetische geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre treffen. Sie werden in Richtung der Pole geleitet und werden durch Stöße mit Molekülen oder Atomen der Atmosphäre angeregt, wodurch sie Licht aussenden. Die Farben hängen dabei von den getroffenen Atmosphärenmolekülen und deren Dichte ab. Je aktiver die Sonne ist, desto häufiger treten auch Polarlichter auf.
Vermehrte Sonnenstürme
Die Sonne war in den vergangenen Jahren besonders aktiv – 2024 hat sie das Maximum eines etwa 11-jährigen Zyklus erreicht. Das ist auch der Grund, weshalb die Chancen auf Polarlichter momentan so gut stehen. Bei hoher Aktivität werden besonders viele Sonnenstürme und geomagnetische Stürme – und damit geladene Teilchen – in den Weltraum hinausgeschleudert.
Auch Jahreszeit spielt eine Rolle
In diesem Monat erhöht aber noch ein weiteres Ereignis die Chancen auf einen bunten Nachthimmel. Am 21. März ist die Frühlings-Tagundnachtgleiche – dann stehen die Magnetfelder von Erde und Sonne in einem günstigen Winkel zueinander, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern erhöht wird. Das Phänomen ist auch als Russell-McPherron–Effekt bekannt. Die Grundvoraussetzungen für ein erneutes Himmelsspektakel auch über Niedersachsen sind also gut – ob wir uns wirklich schon bald wieder an den bunten Lichtern erfreuen können, bleibt aber abzuwarten.

