Historisches Leichtathletik-Trikot an Eintracht-Archiv übergeben

Das Trikot soll einen besonderen Platz im Stadion bekommen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Sina Rühland

Braunschweig. Ein historisches Leichtathletik-Trikot übergab die Fanabteilung jetzt an das Eintracht-Archiv. Der Vorsitzende der Fanabteilung, Mario Goldmann überreicht Archivar Wolf-Rüdiger Busch das über 80 Jahre alte Jersey aus der Zeit des Ausnahmeathleten Rudolf Harbig. Harbig verhalf Eintrachts Leichtathletikabteilung zu einem deutlichen Aufschwung und stellte viele Vereinsrekorde auf, die zum Teil mehr als ein halbes Jahrhundert hielten. Dies teilt Eintracht Braunschweig mit.


„Das Trikot ist eine echte Bereicherung und wird einen besonderen Platz im Stadion bekommen. Ich danke der Fanabteilung für dieses historisch besondere Zeitzeugnis“, erklärt Busch. Die Leichtathletikabteilung des BTSV Eintracht von 1895 e.V. hatte 1940 durch den Eintritt von „Laufwunder“ Rudolf Harbig einen Weltrekordläufer in ihren Reihen (unter anderem den 800 Meter-Weltrekord 1939 in Mailand). Er habe in seiner Zeit bei der Eintracht in kleineren Vereinen und in Schulen den Nachwuchs trainiert, um seine Erfahrung, sein Wissen und seine Begeisterung für den Sport an die Jugend weiterzugeben.

„Ich möchte unserem Abteilungsmitglied Ingo Hagedorn herzlich danken, der dieses historische Jersey für den Verein sehr aufmerksam gesichert hat“, ergänzt Mario Goldmann.

Historisches Dokument aus der NS-Zeit


Wenige Wochen vor der Deutschen Leichtathletikmeisterschaft 2021, die erneut in Braunschweig ausgetragen wird, bekomme das Archiv Zuwachs. „Wir hätten dies auch gern im Zuge der Meisterschaft den möglichen Zuschauern präsentiert. Aufgrund der Pandemie wird die Meisterschaft voraussichtlich ohne Leichtathletik-Fans stattfinden“, bedauert Busch.

Bei dem 80 Jahre alten Jersey handele es sich um ein historisches Dokument aus der NS-Zeit. Für eine kritische Betrachtung von Eintracht Braunschweig in dieser Zeit empfehle der Verein das Buch "Es ist fürs Vaterland, wenns auch nur Spiel erscheint." Studien zur Geschichte von Eintracht Braunschweig in der NS-Zeit von Gerhard Gizler. Der Verein Eintracht Braunschweig spreche sich gegen jede Form von Diskriminierung sowie rassistischem und extremistischem Denken aus.


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