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Hochwasserschutz wurde online am „Runden Tisch“ besprochen



Goslar

Hochwasserschutz wurde online am „Runden Tisch“ besprochen

Eine Untersuchung ergab, dass die Grundwasserstände auch bei Einstau nur sehr gering ansteigen.

Zum Gespräch über den Hochwasserschutz traf man sich online.
Zum Gespräch über den Hochwasserschutz traf man sich online. Foto: Stadt Seesen

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Seesen. Bürgermeister Erik Homann und Ingenieur Uwe Metzing haben kürzlich über den aktuellen Stand der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen informiert. Ursprünglich sollten an dem „Runden Tisch“ alle Beteiligten zusammenkommen – da dies coronabedingt nicht möglich ist, wurden die wesentlichen Teilnehmer via Webcam zu Einzelgesprächen geladen.



Am Donnerstagnachmittag informierten Homann und Metzing aus dem Jacobson-Haus die zugeschalteten Ortsbürgermeister aus Bornhausen und Rhüden, Detlef Gelbe und Frank Hencken über den Planungsstand und den Zeitplan. 
Uwe Metzing führte aus, dass zum Planfeststellungsverfahren ausschließlich Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange eingereicht wurden und diese bereits mit den Naturschutzbehörden sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) besprochen und abgestimmt wurden. „Es ist zu erwarten, dass der vom Landkreis Goslar für den 17. Dezember geplante Erörterungstermin ohne Probleme verlaufen wird“, so Bürgermeister Erik Homann. Nach dem 17. Dezember könnten schließlich die ersten Maßnahmen zur Fällung der Bäume im Frühjahr eingeleitet werden.

Rückhaltebecken Bornhausen



Entgegen der Befürchtungen wird hier nach Auskunft von Uwe Metzing das bestehende Planfeststellungsverfahren weitergeführt und lediglich durch die aktualisierten Unterlagen wie die Umweltverträglichkeitsprüfung ergänzt. Da die Interessengemeinschaft Talsperre Bornhausen Sorgen über einen Anstieg der Grundwasserstände äußerte, wurde das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie für die Begutachtung der Situation hinzugezogen. Das durch den NLWKN und das Landesamt in Hannover bestätigte Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Grundwasserstände auch bei Einstau nur sehr gering ansteigen. „Wir rechnen im kommenden Jahr mit dem Planfeststellungsbeschluss und planen, die Baumaßnahme Ende 2021 ausschreiben zu können, sodass im Jahr 2022 Baubeginn wäre“, so Metzing. Das Ingenieurbüro rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Die Baustellenzufahrt soll über einen Wirtschaftsweg von der Klingenhagener Straße aus erfolgen und führt nicht über die Neustädter Straße.


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