Hohe Inflation: Preisexplosion in allen Bereichen - Das trifft uns alle

Unser Geld verliert an Wert. Wer kann sich das noch leisten? Einige Bereiche sind besonders teuer geworden - hier sollte man aufpassen und genau hinschauen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixbay

Region. Das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen hat sich im November 2022 um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervor. Im Oktober 2022 lag die Inflationsrate bereits bei 10,5 Prozent. Die Inflationsrate ist wie bereits in den Vormonaten von den hohen Preisanstiegen für Nahrungsmittel und Energieprodukte geprägt.



In der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" seien die Preise im November 2022 um 18,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Spürbar teurer seien für Verbraucher in dieser Abteilung unter anderem Speisefette und Speiseöle (+42,1 Prozent; darunter Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches: +99 Prozent, Butter: +41,7 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (+31,9 Prozent) sowie Gemüse (+20,8 Prozent).

Energie besonders teuer


Die Preise in der Abteilung „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe" lagen im November 2022 mit +13,5 Prozent erheblich über den Preisen des Vorjahresmonats. So erhöhten sich die Preise im Bereich Haushaltsenergie um 54,7 Prozent (darunter Feste Brennstoffe: +114,9 Prozent; leichtes Heizöl: +70,2 Prozent). Die Preise für Strom stiegen im November 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 29,7 Prozent. Die Teuerung für Erdgas betrug 87 Prozent und für Fernwärme 69,9 Prozent im November 2022 im Vergleich zum November 2021. Durch das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung wurde unter anderem die Umsatzsteuer für Gas und Fernwärme von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Die gesunkene Umsatzsteuer sei damit durch die erneuten Preisanstiege bei Erdgas und Fernwärme überkompensiert worden und hätte diese Preisanstiege nur abmildern können.

Spritpreise


Auch im November 2022 stiegen die Preise in der Abteilung „Verkehr" im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder deutlich an (+10,1 Prozent). Die Verbraucher mussten im November 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat für Kraftstoffe mehr ausgeben (+15,6 Prozent; darunter Superbenzin: +10,0 Prozent; Dieselkraftstoff: +29,9 Prozent).

Insgesamt erhöhten sich die Energiepreise im November 2022 im Vergleich zum November 2021 um 40,0 Prozent. Die Inflationsrate im November 2022 hätte ohne die Berücksichtigung der Preise von Kraftstoffen und Haushaltsenergie bei 6,3 Prozent gelegen.

"Die aktuelle Kriegs- und Krisensituation wirkt sich weiterhin auf die Entwicklung der Energiepreise aus. Zudem tragen die Preiserhöhungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen sowie Lieferengpässe zur gesamten Entwicklung der Verbraucherpreise bei", erklärt das Landesamt für Statistik.

Insgesamt sei das Niveau der Verbraucherpreise im November 2022 im Vergleich zum Vormonat Oktober 2022 um 0,6 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Preise aber noch auf einem hohen Niveau.


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