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Hoher Krankenstand in der Region



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Hoher Krankenstand in der Region


Die Fehltage durch Krankheit in der Region liegen insgesamt über Landesniveau. Symbolfoto: Sina Rühland
Die Fehltage durch Krankheit in der Region liegen insgesamt über Landesniveau. Symbolfoto: Sina Rühland Foto: regionalHeute.de

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Region. Bei den Ausfalltagen aufgrund von Erkrankungen gab es mit 4,2 Prozent in der Region einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,1 Prozent). Das geht aus dem DAK-Gesundheitsreport für das Land Niedersachsen hervor.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für die Region Braunschweig und Wolfenbüttel zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Die meisten Ausfalltage gab es aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen. Trotz eines Rückgangs von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr waren sie für mehr als jeden fünften Fehltag verantwortlich. Die Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände stiegen um etwas mehr als sechs Prozent. Sie waren die zweithäufigste Erkrankungsursache und hatten am Gesamt-Krankenstand einen Anteil von 19,5 Prozent. Bei den Atemwegserkrankungen wie Erkältungen oder Bronchitis gab es einen deutlichen Anstieg von rund 28 Prozent. Im Ranking der wichtigsten Krankheitsarten landeten sie auf dem dritten Platz.

Frauen in der Region haben 31 Prozent mehr Fehltage


Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem diesjährigen Gesundheitsreport schwerpunktmäßig den Unterschied von Frauen und Männern in den 
Krankheitsprofilen und im Umgang mit Krankschreibungen. Für die Studie wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Niedersachsen und der Region um Braunschweig aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Das Fazit: Frauen in Niedersachsen fehlen häufiger im Job als Männer. Ihr Krankenstand lag im vergangenen Jahr 15 Prozent höher. In Braunschweig und Umgebung war der Unterschied mit 31 Prozent deutlich größer. „Damit ist der viel zitierte kleine Unterschied größer als gedacht“, sagt Hans-Joachim Hoffrichter. „Die Studie zeigt auch, dass Männer und Frauen von ganz unterschiedlichen Krankheiten betroffen sind.“

Krankheitsunterschiede von Frauen und Männern


Männer leiden wesentlich häufiger (plus 23 Prozent) an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Landesweit sind das viel mehr: Hier sind es 59 Prozent mehr Erkrankungen bei den Männern. Bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen haben Frauen in der Region Braunschweig 56 Prozent mehr Ausfalltage (NDS-Durchschnitt = 64 Prozent). Auch bei den Krebsleiden liegen sie mit 79 Prozent deutlich über denen der Männer, was durch das vergleichsweise frühe Auftreten von Brustkrebs bedingt ist. Landesweit sind es 90 Prozent. „Betroffene Frauen stehen oft noch voll im Erwerbsleben“, erklärt Hoffrichter Die häufigste Krebserkrankung bei Männern, der Prostatakrebs, trete hingegen erst im höheren Alter auf – meist ab etwa 60 Jahren. „Diese Krebsfälle bei den Männern werden von unserer Statistik, die sich ausschließlich auf Erwerbstätige bezieht, nicht mehr erfasst“, so Hoffrichter. Grundsätzlich sei das Krebsrisiko bei Männern und Frauen gleich.


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