Sie sind hier: Region >

Horror-Clowns - Wie gefährlich wird Halloween?



Braunschweig

Horror-Clowns - Wie gefährlich wird Halloween?

von Robert Braumann


Horror-Clown, Foto: Pixabay

Artikel teilen per:

Braunschweig. Das Phänomen der sogenannten "Horror-Clowns" hat Deutschland erreicht. Die Polizei rät in diesem Jahr zu Halloween auf eine Clown-Verkleidung zu verzichten – Personen könnten überreagieren.



Um was geht es bei den Vorfällen? Als Clown verkleidete Personen verfolgen wahllos nichtsahnende Passanten und verfolgen diese zum Teil auch. Immer mehr Menschen fürchten sich bei dem Gedanken, einem dieser gruseligen Maskenträger zu begegnen. In Braunschweig sind bisher aber keine Fälle bekannt, bestätigte die Polizei auf Nachfrage der Redaktion. Generell sei die Aufmerksamkeit für das Phänomen wohl größer, als die eigentlichen Taten.

Stefan Weinmeister, Polizei Braunschweig, sagte, dass man das Phänomen dennoch ernst nehme und verwies darauf, dass aus dem bloßen Erschrecken schnell eine Straftat werden könne. Er nahm Bezug auf das LKA Hessen, dass Verhaltensregeln aufgestellt hat, wenn es um Horror-Clowns gehe. Diese Einschätzung decke sich mit der hiesigen Polizei.

Für Kostümfreunde gilt:

Wenn Sie sich als "Horror-Clown" verkleiden und Passanten erschrecken, können Sie sich strafbar machen!

Straftaten, wie Nötigung, Bedrohung oder Körperverletzung werden unabhängig von der Kostümierung konsequent durch die Polizei verfolgt!



So verhalten Sie sich richtig:

Begeben Sie sich nicht selbst in Gefahr, indem Sie sich "Horror-Clowns" absichtlich nähern!
Holen Sie Hilfe!
Machen Sie auf sich aufmerksam, wenn Sie sich bedroht fühlen!
Rufen Sie umgehend über Notruf 110 die Polizei, wenn Sie sich bedroht fühlen oder sehen, wie andere Menschen bedroht werden!

Durch zahlreiche Falschmeldungen über das Internet, seien die Leute verunsichert bei diesem Thema, so die Polizei weiter. Deshalb rate man auch dazu an Halloween auf die Clowns-Maske zu verzichten, wenn man sich verkleiden möchte. "Hier könnten Menschen schnell überreagieren. Wir raten im Sinne der Prävention dazu, sich in diesem Jahr doch für etwas anderes zu entscheiden", so Weinmeister. Und ergänzt: "Sollte jemand doch auf einen Horror-Clown treffen, ruhig bleiben, möglichst ignorieren, nicht zur Selbstjustiz greifen und sollte man sich bedroht fühlen Hilfe rufen."


zur Startseite