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Hunderte Braunschweiger ohne Internet - Vodafone stellt vernichtende Prognose

Bei Bauarbeiten wurde ein Glasfaserkabel beschädigt. Die Reparaturarbeiten könnten aufgrund der komplizierten Lage noch mehrere Wochen dauern.

von Marvin König


In Volkmarode und Schapen sind die Bewohner derzeit ohne Internet. Symbolbild.
In Volkmarode und Schapen sind die Bewohner derzeit ohne Internet. Symbolbild. Foto: pixabay

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27.05.2020

Braunschweig. Es ist ein absolutes Desaster mitten in der Corona-Pandemie. Genau 847 Haushalte sind laut des Internetanbieters Vodafone in Volkmarode und Schapen seit dem 22. Mai ohne Internet, Kabelfernsehen und Festnetztelefon. Grund für die Störung sei, dass bei Bauarbeiten eine unterirdische Glasfaserverbindung beschädigt wurde. "Ihre Abonnenten sind stocksauer", so Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann in einem offenen Brief an Vodafone. Was der Konzern zu sagen hat, dürfte weder ihm, noch den betroffenen Kunden gefallen: Denn nach Angaben eines Vodafone-Sprechers könne die Reparatur noch Wochen dauern.


Die Störung sei aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur schwer zu beheben - Die beschädigte Leitung liegt "im Kreuzungsbereich mehrerer Fahrbahnen", so Vodafone. Näheres zum Schadensort wolle man nicht sagen, da man schlechte Erfahrungen mit "Katastrophentourismus" gemacht habe. Und die Probleme fangen da erst an: "Nun muss erstmal eine genaue Bestandsaufnahme vom Schaden gemacht werden, dann muss der Plan für die Tiefbauarbeiten und die Straßensperrungen aufgestellt und bei den Behörden eingereicht werden", schildert der Sprecher.

"Mit zwei bis drei Wochen kann man rechnen"


"Wie stark die Eingriffe in den Verkehr sein dürfen, entscheiden dann die Behörden. Das muss sorgfältig geplant werden, damit die Einschränkungen möglichst gering bleiben. Erst danach können die Tiefbau- und Spleißarbeiten beginnen. Dabei wird der zerstörte Kabelstrang Glasfaser für Glasfaser repariert", erklärt Vodafone im Gespräch mit unserer Online-Zeitung weiter. Auf die Frage, wie lange das denn dauern würde, denkt der Sprecher nach und äußert sich vorsichtig: "Mit zwei bis drei Wochen kann man rechnen. Je nachdem, wie die Schadenslage ist."

Da seit dem Beginn des Internet-Blackouts bereits fast eine Woche vergangen ist, könnte die Gesamtdauer sich also auf fast einen Monat belaufen. Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann erwartet schnelles Handeln. "Ich erwarte, das Sie Ihre Kunden für die finanziellen Verluste, die durch die Anschaffung von Surfsticks und ähnlichem entstehen, entschädigen."

Welche Hilfe erhalten Kunden?


Pro Tag habe der Kunde einen Anspruch auf ein Dreißigstel seiner monatlich gezahlten Gebühren - Doch was nützt es im Homeoffice, vielleicht 20 Euro mehr in der Tasche zu haben? Sinnvoller sei hier das Ausweichen auf mobiles Internet, sofern LTE verfügbar ist.

Sollte der Kunde zum Beispiel bereits mit seinem Handy das Vodafone-Netz nutzen, könnte hier unkompliziert mit High-Speed Volumen ausgeholfen werden. Mobiltelefone können dann mittels des von den meisten Computern unterstützten USB-Tetherings oder über den mobilen Hotspot als "Router" für den Computer oder Laptop dienen. Da die Möglichkeiten hier aber ebenso vielfältig wie die Ansprüche und Bedarfe sind, könne hier keine generelle Zusage gemacht werden, so der Sprecher. Der Kontakt mit dem Kundenservice für individuelle Lösungen sei hier die beste Option.

Lesen Sie hier die überraschende Entwicklung, die sich noch am selben Tag ereignete


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