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"Ich wohne neben der Polizei": Telefonbetrüger gehen leer aus

Die Polizei erinnert daran, dass sie nie jemanden auffordern würde, Geld abzuheben.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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19.11.2020

Wolfsburg. Am Mittwoch gaben sich Telefonbetrüger bei ausschließlich älteren Bürgern als Polizeibeamte aus und versuchten so die Rentner um ihr Geld zu bringen. Dies berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung. Sie registrierte allein am gestrigen Tag zwölf Telefonbetrugsversuche. Wie die Polizei ferner mitteilt, hätten alle Angerufenen die Versuche zurückgewiesen und seien nicht auf den Betrug hereingefallen. Die Polizei warnt auch weiterhin vor Betrügern, die die "Kriminalitätsfurcht von älteren Menschen" ausnutzen würden. Eine 68-jährige Seniorin wies die Anrufer daraufhin, dass sie genau neben der Polizei wohne. Danach wurde aufgelegt.



"Besonders auffallend war", so ein Beamter, "dass die Täter vorgaben, von einer örtlichen Polizeidienststelle anzurufen und auch im Telefondisplay der Opfer die Wolfsburger Rufnummer 05363-5823 angezeigt wurde. Bei diesem Verfahren, dem sogenannten Call ID Spoofing ist es technisch möglich, in der Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons eine frei wählbare Rufnummer anzuzeigen".

Die Betrüger hätten bei ihren Anrufen vorgegeben, dass es Festnahmen von Einbrechern in der Nähe der Opfer gegeben habe und ihr Name auf einer Liste der Täter stand. Im nächsten Satz kommen die Täter aber zum wahren Grund ihres Anrufes und erkundigen sich sofort nach Bargeld oder Schmuck im Haus. Ein 88 Jahre alter Rentner wurde danach aufgefordert, sein Erspartes in Höhe von 20.000 Euro von seiner Bank zu holen, da das Geld auch dort nicht mehr sicher sei. Diese telefonische Vorgehensweise sei für echte Polizei völlig untypischm, berichtet die Polizei in der Pressemitteilung. Die Betrüger würden mit der allgemeinen Kriminalitätsfurcht gerade von älteren Mitmenschen spielen. Keiner der Angerufenen sei auf die Anrufer eingegangen. In einem Fall legten die Täter selber auf, als eine 68-jährige Seniorin erwiderte, dass sie dicht an der Polizei wohne und gleich selber dorthin gehe.


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