IEA beschließt größte Ölvorratsfreigabe aller Zeiten

Die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben am Mittwoch einstimmig beschlossen, 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notreserven für den Markt freizugeben.

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Ölpreise auf einem Smartphone am 10.03.2026
Ölpreise auf einem Smartphone am 10.03.2026 | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Paris. Die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben am Mittwoch einstimmig beschlossen, 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notreserven für den Markt freizugeben. Ziel sei es, den Störungen auf den Ölmärkten entgegenzuwirken, die durch den Krieg im Nahen Osten verursacht wurden, teilte die IEA am Mittwoch nach einer kurzfristig einberufenen außerordentlichen Sitzung der Mitgliedsstaaten mit.


"Die Herausforderungen, denen wir auf dem Ölmarkt gegenüberstehen, sind in ihrem Ausmaß beispiellos", sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. "Die Ölmärkte sind global, daher muss auch die Reaktion auf größere Störungen global sein. Energiesicherheit ist das Gründungsmandat der IEA, und ich freue mich, dass die IEA-Mitglieder starke Solidarität zeigen und gemeinsam entschlossene Maßnahmen ergreifen."

Seit dem Beginn des Kriegs von Israel und den USA gegen den Iran ist der Ölfluss durch die Straße von Hormus behindert. Die Exportmengen an Rohöl und raffinierten Produkten betragen dort derzeit laut IEA weniger als 10 Prozent des Niveaus vor dem 28. Februar. Im Jahr 2025 wurden durchschnittlich 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte pro Tag durch die Straße von Hormus transportiert, was etwa 25 Prozent des weltweiten Seetransports von Öl entspricht. Die Möglichkeiten, die Straße von Hormus zu umgehen, sind begrenzt.

Die Mitgliedsländer der IEA verfügen eigenen Angaben zufolge über Notvorräte von über 1,2 Milliarden Barrel, hinzu kommen weitere 600 Millionen Barrel an Industrievorräten, die aufgrund staatlicher Auflagen gehalten werden. Die koordinierte Freigabe von Vorräten ist die sechste in der Geschichte der 1974 gegründeten IEA. Frühere gemeinsame Maßnahmen wurden 1991, 2005, 2011 und zweimal im Jahr 2022 ergriffen.

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