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IG BAU fordert verpflichtenden Partikelfilter für Baumaschinen


Bauarbeiter stehen täglich im Diesel-Dunst. Anders als bei Autos ist ein Rußpartikelfilter jedoch nicht vorgeschrieben. Die IG BAU fordert eine Filter-Pflicht für Baumaschinen. Foto: IG BAU
Bauarbeiter stehen täglich im Diesel-Dunst. Anders als bei Autos ist ein Rußpartikelfilter jedoch nicht vorgeschrieben. Die IG BAU fordert eine Filter-Pflicht für Baumaschinen. Foto: IG BAU

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25.10.2017

Gifhorn. Baustellen sollen rußfrei werden. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor der Gesundheitsgefährdung durch Diesel-Baumaschinen gewarnt. „Egal ob Bagger, Walze oder Radlader – die Dieselrösser vom Bau sind ein riesiges Umwelt- und Gesundheitsproblem“, sagt Dieter Großmann.








Nach Einschätzung des IG BAU-Bezirksvorsitzenden haben Bauarbeiter ein besonders hohes Risiko für Lungen- oder Kreislauferkrankungen. Die IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen fordert deshalb eine Rußpartikelfilter-Pflicht für die Baubranche. „Bei Diesel-Autos ist ein Filter schon seit zehn Jahren vorgeschrieben. Derzeit wird zudem über die Verschärfung der Abgasnormen diskutiert. Es kann nicht sein, dass man auf der anderen Seite bei den besonders großen Luftverpestern wie Radladern beide Augen zudrückt“, kritisiert Großmann.

Ein verpflichtender Rußpartikelfilter sei ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschutz für die rund 1.440Bauarbeiter im Landkreis Gifhorn. „Sie stehen täglich im Diesel-Dunst und atmen Emissionen ein, die nicht nur krebserregend sind, sondern auch bis zum Herzinfarkt führen können“, unterstreicht der Gewerkschafter. Auch Anwohner von Baustellen würden durch den flächendeckenden Einsatz von Filtern wirksam geschützt. In manchen Städten machten ungefilterte Dieselabgase von Baumaschinen bis zu einem Viertel aller Stickoxid-Emissionen aus, so die IG BAU.


Großmann sieht den Staat in der Pflicht



Zwar gebe es bereits eine finanzielle Unterstützung für Unternehmer, die nachträglich einen Partikelfilter einbauen lassen. Bis zu 2.000 Euro können sie dafür von der Berufsgenossenschaft Bau bekommen. „Doch um wirklich eine bessere Atemluft zu erreichen, reicht das nicht aus. Der Staat muss – wie heute schon in der Schweiz – den Partikelfilter vorschreiben und per Nachrüstprämie oder direkten Zuschüssen für die Neuanschaffung flankieren“, fordert Großmann.





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