Braunschweig

IG Metall fordert Zollern auf: "Kündigungen zurücknehmen!"


In der Vergangenheit gab es Warnstreiks bei Zollern. Foto: Peter Frank
In der Vergangenheit gab es Warnstreiks bei Zollern. Foto: Peter Frank Foto: Peter Frank, d&d

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05.12.2016

Braunschweig. Bei Zollern BHW in der Alten Leipziger Straße in Braunschweig ist die Stimmung kurz vor Weihnachten auf dem Tiefpunkt. 16 Beschäftigten wurde eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen, teilte die IG Metall mit.



Die Mitteilung der IG Metall lesen Sie im Folgenden ungekürzt und unkommeniert.
Der Betriebsrat hatte in Zusammenarbeit mit der IG Metall an Stelle von Entlassungen ein Maßnahmenpaket zur Sicherung der Beschäftigung vorgeschlagen. Die Firmenleitung ließ dies allerdings unberücksichtigt. Auf ihrer Betriebsversammlung am 1. Dezember, bei der angesichts der mangelnden Gesprächsbereitschaft der Unternehmensleitung die Emotionen hoch schlugen, setzte die Belegschaft ein deutliches Zeichen.
Mit einem großen Banner: „Arbeitsplätze sichern! Perspektiven bieten! Unserer Zukunft eine Chance geben! Kündigungen zurücknehmen!“ protestierten die Kolleginnen und Kollegen und forderten die Geschäftsführung auf, den bisher eingeschlagenen Kurs zu ändern.
Dazu Martin Grun, Betriebsratsvorsitzender Zollern BHW: „Wir haben viele Maßnahmen vorgeschlagen, darunter zum Beispiel älteren Kollegen die Chance zu geben, früher in den Ruhestand zu gehen oder für die Zeit, in der weniger Arbeit da ist, Qualifizierungen zu ermöglichen. Die Belegschaft war sogar bereit, kollektiv die Arbeitszeit abzusenken, um die Betroffenen halten zu können. Stattdessen werden 16 junge Leute rausgeschmissen! Von unserem Traditionsbetrieb Zollern – der sich selbst gern als große Familie darstellt – erwarten wir ein anderes Verhalten!“ „Die Instrumente, die der Betriebsrat vorgeschlagen hat, haben sich bereits in Krisensituationen bewährt. Wir fordern die Geschäftsführung auf: Nehmen sie die Kündigungen zurück. Geben sie ihren gut ausgebildeten und eingearbeiteten jungen Fachkräften und auch dem Standort Braunschweig eine Chance! Zeigen sie der Belegschaft, dass sie Ihnen wirklich etwas wert ist und nicht nur Lippenbekenntnisse in guten Zeiten. Planen sie gemeinsam mit dem Betriebsrat Maßnahmen, die zu einer sozialen Lösung führen!“ sagt Garnet Alps, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig.


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