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IHK-Umfrage: Unternehmen bieten 17 Prozent weniger Ausbildungsplätze an

Dennoch würden die meisten Betriebe an bereits laufenden Ausbildungen festhalten.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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28.06.2020

Braunschweig. Unternehmen im Kammerbezirk der IHK Braunschweig bieten dieses Jahr rund 17 Prozent weniger Ausbildungsplätze an als im Vorjahr. Das ergab eine Onlineumfrage der IHK Braunschweig, an der sich 170 Ausbildungsbetriebe beteiligt hatten. Dennoch übersteige das Ausbildungsangebot die Nachfrage und viele Unternehmen würden für 2020 noch freie Lehrstellen anbieten.


„Die Bundesregierung unterstützt die Betriebe bei der Fachkräfte- und Zukunftssicherung – das ist ein gutes Signal“, spricht Hauptgeschäftsführer Dr. Florian Löbermann die Ausbildungsprämie an.

Betriebe halten an laufenden Ausbildungen fest


Trotz der Corona-Pandemie würden rund 80 Prozent der Betriebe an den aktuell laufenden Ausbildungen festhalten. Über ein Drittel der Unternehmen nutze dafür mobile Lösungen. Über 55 Prozent würden sogar planen, alle Absolventen dieses Jahres zu übernehmen. Als Gründe gegen eine Übernahme hätten die befragten Unternehmen unter anderem die unsichere wirtschaftliche Entwicklung, das Fehlen freier Stellen im Unternehmen und die mangelnde Kompatibilität von Betrieben und Auszubildenden angegeben. Besonders erfreulich sei, dass keines der befragten Unternehmen ihrem Auszubildenden coronabedingt gekündigt habe. Ebenfalls weniger als ein Prozent der Auszubildenden befänden sich in Kurzarbeit. Im Wesentlichen davon betroffen seien das Gastgewerbe und die Touristikbranche.

Zeitnahe Information


„Zu Beginn der Pandemie haben wir schnell reagiert und unsere Ausbildungsunternehmen umfangreich informiert. Das zahlt sich jetzt aus“, erklärt der Hauptgeschäftsführer. So konnten sich die Betriebe über die IHK-Homepage beispielsweise zu Ausfällen oder Verschiebungen von Prüfungsterminen informieren.

Die Umfrage ergab einen deutlichen Bedarf an der Weiterentwicklung digitaler Aktivitäten in den Berufsschulen. „Wünschenswert dazu ist auch eine systematische Begleitung der Lehrkräfte“, so Löbermann.


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