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Wolfenbüttel: Immer mehr Pflegebedürftige brauchen finanzielle Hilfe



Wolfenbüttel

Immer mehr Pflegebedürftige brauchen finanzielle Hilfe

Mehr als 400 Menschen mussten im vergangenen Jahr finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen, um Pflegekosten decken zu können.

von Anke Donner


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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Landkreis. Sylvia Bender, Leiterin des Amtes für Soziales im Landkreis Wolfenbüttel, stellte am Donnerstag den Jahresbericht für das Jahr 2020 vor. Daraus geht hervor, dass immer mehr Menschen finanzielle Unterstützung des Landkreises brauchen.



Laut des Jahresberichts ist nicht nur die Zahl der Menschen gestiegen, die sich in Vollzeitpflege in Einrichtungen befinden - von 107 in 2018 und 98 in 2019 auf 117 in 2020 - sondern auch der Bedarf an Hilfe zur Pflege ist gestiegen. Bis zum Ende des vergangenen Jahres erhielten insgesamt 424 Personen vollstationäre sowie 30 Personen ambulante Leistungen der Hilfe zur Pflege.

Durch die zurückliegenden Pflegereformen hätten sich die Leistungen der Pflegeversicherungen gebessert, die anfangs mangels Kenntnis von vielen Bedürftigen nicht sofort in Anspruch genommen wurden. Entsprechend sanken anfänglich die Zahlen der leistungsberechtigten Personen in der Hilfe zur Pflege. Inzwischen steige die Zahl der leistungsberechtigten Personen wieder an, heißt es in dem Bericht. Wie Bender erklärt, sei ein Grund für die Steigerung der Zahlen, dass oftmals das eigene Einkommen nicht ausreiche, um die Pflegekosten zu decken. So würden Heimkosten zwar steigen, die Renten und Beiträge der Pflegekassen aber beispielsweise nicht im gleichen Verhältnis angehoben, erklärt Bender. In den kommenden Jahren sei auch weiterhin mit einem Anstieg der Ausgaben in der Hilfe zur Pflege zu rechnen.

Hilfe zur Pflege


Hilfe zur Pflege wird gewährt, wenn beispielsweise die Leistungen der Pflegeversicherung und eigenes Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um die Aufwendungen zu decken.

Die Hilfe zur Pflege umfasst für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2, 3, 4 oder 5, insbesondere häusliche Pflege, teilstationäre Pflege, Kurzzeitpflege und dauerhafte vollstationäre Pflege. Daneben werden auch Pflegehilfsmittel, Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und/oder ein Entlastungsbetrag gewährt, unter anderem auch für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1.


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