whatshotTopStory

Impfstoff erhält endgültige Zulassung: "wichtiges Kapitel im Kampf gegen COVID-19"

Die erste Charge soll in den kommenden Tagen ausgeliefert werden.

von Marvin König


EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (Archivbild)
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (Archivbild) Foto: Alexander Panknin

Artikel teilen per:

21.12.2020

Region. Punkt 18:30 Uhr trat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am heutigen Montag vor die Presse und gab die bedingte Zulassung des ersten COVID-19-Impfstoffes in der EU durch die Europäische Kommission bekannt. Damit kann das Vakzin in allen europäischen Mitgliedsstaaten ohne Einzelgenehmigungen verwendet werden. Die Europäische Union hat bislang Verträge für bis zu zwei Milliarden Impfdosen mit den führenden Herstellern abgeschlossen. Die nächsten Zulassungen sollen bereits Anfang Januar erfolgen.



Von der Leyen spricht von einem "wichtigen Kapitel im Kampf gegen COVID-19". Die Impfungen können in den europäischen Ländern damit zwischen den Feiertagen, also ab dem 27. Dezember beginnen und sollen in Deutschland nach dem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterschriebenen Impfplan in drei Gruppen erfolgen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will laut Kommissionspräsidentin von der Leyen zum 6. Januar ihren Bericht zum Impfstoff des Herstellers Moderna vorlegen, der dann ebenfalls EU-weit zugelassen werden könnte, sofern dieser "sicher und effektiv" sei, wie von der Leyen betonte. Die Kommission hat inzwischen mit sechs Firmen, darunter Biontech/Pfizer, AstraZeneca, Curevac und Moderna, Verträge über insgesamt zwei Milliarden Impfdosen abgeschlossen. Weitere Gespräche laufen.


Lesen Sie auch: Grünes Licht für Zulassung: Biontech-Impfstoff für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet



"Die erste Charge dieses Impfstoffes wird aus den Fertigungshallen von Pfizer hier in Belgien innerhalb der nächsten Tage auf den Weg gebracht", erklärte von der Leyen in einem Pressestatement. In Deutschland erfolgt dann noch eine Abnahme durch das Paul-Ehrlich-Institut, bevor es in die kommunalen Impfzentren geht. Deutsche Bürgerinnen und Bürger können sich dann in den kommenden Tagen online oder telefonisch für einen Impftermin anmelden, sofern sie zur berechtigten Gruppe gehören. Die Plattform dazu wurde allerdings bislang noch nicht freigeschaltet. Fragen zum Impfstoff können allerdings unter der Telefonnummer: 0800 9988665 des Landes Niedersachsen gestellt werden. Von der Leyen bemerkt abschließend: "Das ist eine sehr gute Art, dieses schwierige Jahr zu beenden. Endlich wendet sich das Blatt in Sachen COVID-19."


zur Startseite