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Impfzentrum Braunschweig öffnet am Mittwoch



Braunschweig

Impfzentrum Braunschweig öffnet am Mittwoch

Die ersten 16.000 Bürger über 80 werden dann ihre Impfung erhalten.

Das Impfzentrum befindet sich in der Stadthalle. Archivbild.
Das Impfzentrum befindet sich in der Stadthalle. Archivbild. Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Das Impfzentrum der Stadt Braunschweig in der Stadthalle wird am Mittwoch, 10. Februar, öffnen. Dort werden dann die ersten der über 16.000 Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre geimpft, die nicht in Heimen untergebracht sind. Dies teilt die Stadt Braunschweig mit.



In der kommenden Woche würden die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen abgeschlossen sein. Gleichzeitig habe das Land weitere 1.000 BioNTtech Impfdosen angekündigt. Damit könne jetzt die erste von bis zu acht Impfstraßen in Braunschweig mit zunächst 100 bis 150 Impfungen täglich geöffnet werden, kündigte der Leiter der zuständigen Task Force Dr. Thorsten Kornblum an. Parallel zum Impfbeginn im Impfzentrum sei vorgesehen, dass die mobilen Teams zudem mit Impfungen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Marienstift und HEH beginnen sollen.

Weiterhin habe das Land ab Mitte Februar 300 Impfdosen von Moderna und 3.000 weitere von BioNTech angekündigt. "Damit werden wir dann weitere Straßen öffnen können. "Wir freuen uns, dass wir jetzt spürbar einen Schritt nach Vorne machen und das Impfzentrum öffnen können. Wir werden jetzt mehr Menschen als in den vergangenen Wochen impfen können, gleichwohl wird der gesamte Prozess Monate dauern und wir sind dabei immer auf die Zulieferung von Impfstoff angewiesen."


Infobriefe der Stadt werden verschickt


Die Stadt Braunschweig verschicke aktuell Informationsbriefe zum Start der Impfungen gegen Corona im Impfzentrum Braunschweig am 10. Februar. Adressaten seien Braunschweigerinnen und Braunschweiger über 80 Jahre, die nicht in Heimen wohnen. Der Stichtag für die Auswahl der über 80-Jährigen mit Hauptwohnsitz in Braunschweig sei ein Geburtsdatum vor dem 7. Februar 1941.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth appelliert in dem Schreiben an die Seniorinnen und Senioren, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen: "Ich möchte Sie bitten, das Angebot einer Impfung anzunehmen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der aktuellen Pandemie und helfen so mit, dass eine Rückkehr in den gewohnten Alltag in naher Zukunft wieder möglich sein wird", so der Oberbürgermeister.



Wegen Engpässen bei der Lieferung des Impfstoffes hätten bisher ausschließlich Impfungen durch die fünf mobilen Teams des Impfzentrums Braunschweig in den Alten- und Pflegeheimen stattgefunden. Aufgrund der hohen Anzahl an Alten- und Pflegeheimen in Braunschweig hätte das Land Niedersachsen die Liefermenge für Braunschweig noch einmal angepasst.

"Es war richtig, auf eine Sonderverteilung des Impfstoffs durch das Land in Städte mit einer hohen Anzahl an Alten- und Pflegeheimen, wie in Braunschweig, hinzuwirken. In der kommenden Woche werden die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen erfolgt sein– das war unsere klare Priorisierung. Nun können wir gemeinsam mit den anderen niedersächsischen Städten und Gemeinden mit der Impfung von Personen über 80 Jahre in den Impfzentren beginnen", sagt Dr. Kornblum.

Impftermine werden in Kürze freigeschaltet


Die ersten Impftermine für das Impfzentrum Braunschweig sollen in Kürze für die über 80-jährigen Braunschweigerinnen und Braunschweiger freigeschaltet werden und können dann entweder im Internet unter www.impfportal-niedersachsen.de oder telefonisch bei der Impfhotline des Landes Niedersachsen unter Tel. 0800 99 88 665 vereinbart werden.

Im Anschreiben an die über 80-jährigen Braunschweigerinnen und Braunschweiger werde unter anderem auf Anlaufstellen für Hilfen bei der Terminbuchung hingewiesen, sollten Angehörige oder Nachbarn nicht zur Verfügung stehen. So könnten sich die Seniorinnen und Senioren telefonisch an die Nachbarschaftshilfen in ihrer Nähe wenden. Eine Adressliste liege dem Schreiben bei. Darüber hinaus stünden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenbüros der Stadt Braunschweig unter der Rufnummer 0531/470 – 8057 für Fragen zur Verfügung. Im Impfzentrum selbst, am Tag der Impfung, stünden Impflotsen bereit, die die ankommenden Menschen beim Weg zur Impfung unterstützen.

Das muss mitgebracht werden


Personen, die bereits auf einem Warteliste-Platz für eine Impfung im Impfzentrum Braunschweig stehen, würden in den nächsten Tagen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der niedersächsischen Impfhotline für eine verbindliche Terminvereinbarung kontaktiert. Eine Impfung im Impfzentrum erfolge ausschließlich mit persönlichem Termin. Zur Impfung müsse der Personalausweis, die Terminbestätigung und, wenn vorhanden, der Impfpass mitgebracht werden. Sollte kein Impfpass vorhanden sein, so werde im Impfzentrum ein Ersatzdokument ausgestellt. Die im Anmeldebereich des Impfzentrums auszufüllenden Dokumente (Aufklärungsblatt, Anamnese/Einwilligung) könnten bereits im Vorfeld des Termins unter der Website www.braunschweig.de/Impfzentrum heruntergeladen, ausgedruckt und ausgefüllt zum Termin mitgebracht werden.

Personen, die aus gesundheitlichen Gründen auf einen Einzeltransport angewiesen sind, könnten sich mit einem Transportschein mit einem Taxi zum Impfzentrum Braunschweig fahren lassen. Dabei sei wichtig, dieses Vorgehen im Vorfeld mit der Krankenkasse abzuklären und sich von ihrer Hausärztin oder Hausarzt einen Transportschein verordnen zu lassen.

Bisher hätten in den Alten- und Pflegeheimen 5.089 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohnerinnen und Bewohner die Erstimpfung erhalten, 1.939 Personen auch die Zweitimpfung. Des Weiteren seien im Städtischen Klinikum etwa 1.100 erst- und etwa 430 Personen auch zweitgeimpft worden.

Aktualisiert - 18:30 Uhr: Wie die Stadt Braunschweig mitteilt, erwarte man 300 Impfdosen von Moderna, nicht 3.000. Die entsprechende Passage wurde im Text angepasst.


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