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Impfzentrum Helmstedt kann bis Juli nur noch Zweitimpfungen vornehmen



Helmstedt

Impfzentrum Helmstedt kann bis Juli nur noch Zweitimpfungen vornehmen

Der Bund möchte dagegen die Impfungen durch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte weiter forcieren. Die kommunalen Impfzentren sollen nur noch eine Grundlast abdecken.

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Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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Helmstedt. Nach den Vorgaben der Bundesimpfverordnung werden die Impfstofflieferungen an die Impfzentren der Landkreise gedeckelt. Daher sind im Impfzentrum Helmstedt bis in den Juli hinein nur noch Zweitimpfungen möglich. Dies teilt der Landkreis Helmstedt mit.



Der Bund möchte dagegen die Impfungen durch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte weiter forcieren. Die kommunalen Impfzentren sollen nur noch eine Grundlast abdecken. Diese Regelung sei aus Sicht des Landkreises unglücklich. Mit dem Impfzentrum Helmstedt werde die komplette Infrastruktur vorgehalten, um täglich 400 Impfungen bereits mit nur einem Impfzug vorzunehmen. Die Kapazitäten könnten schnell auf bis zu 1.000 Impfungen pro Tag ausgebaut werden. Stattdessen müsse das Impfzentrum für die bereits vergebenen Termine, aber auch für künftige Zweitimpfungen an Tagen öffnen, an denen nur einige wenige Impfungen vorgenommen werden können. „Dies ist ineffektiv und reine Ressourcenverschwendung“, ärgert sich Landrat Gerhard Radeck. „Gleichzeitig wird bei der Impfpriorisierung mit der Freigabe immer neuer Bevölkerungsgruppen ein Erwartungsdruck gegenüber den Landkreisen erzeugt, der ohne Impfstoff aber nicht erfüllt werden kann. Es beklagen sich – nicht zu Unrecht – zum Beispiel die Freiwilligen Feuerwehren und die Hilfsorganisationen, dass wir ihnen kurzfristig kein Impfangebot unterbreiten können, weil noch viele Über-70-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen auf der Warteliste stehen. Nichts anderes gilt im Übrigen auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung in relevanter Position.“

Die bereits vergebenen Termine für die Erstimpfung im Impfzentrum würden noch abgearbeitet. Für die rund 8.300 Personen, die auf der Warteliste des Landesportals stehen, könnten voraussichtlich vor Juli keine Termine für Erstimpfungen im Impfzentrum angeboten werden.
Inzwischen würden zwischen fünf und zehn Prozent aller Termine im Impfzentrum nicht wahrgenommen werden, weil die Angemeldeten Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten bekommen hätten, ohne den Termin im Impfzentrum abgesagt zu haben. Dies erschwere die Planungen im Impfzentrum erheblich, da die so ungenutzten Impfstoffe dann über Ersatzlisten angeboten werden müssen. Der Landkreis bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger daher eindringlich darum, dass die Termine in diesen Fällen über das Landes-Impfportal online oder telefonisch wieder storniert werden.


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