Sie sind hier: Region >

In Wolfenbüttel steigen die Gaspreise - Strom bleibt stabil



In Wolfenbüttel steigen die Gaspreise - Strom bleibt stabil

Ein Durchschnittshaushalt muss nach Informationen der Stadtwerke Wolfenbüttel mit jährlichen Mehrkosten in Höhe von etwa 68 Euro rechnen.

Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

Wolfenbüttel. Die Stadtwerke Wolfenbüttel passen zum 1. Januar 2021 die Gaspreise an. Grund dafür seien die Einführung des sogenannten CO2-Preises sowie höhere Netzentgelte, die diesen Schritt unausweichlich machen würden. Das teilt das Unternehmen in einer Presseinformation mit. Die Strompreise hingegen könne man stabil halten.



"Als kommunales Unternehmen ist es uns wichtig, unsere Kunden stets so günstig wie möglich mit Energie zu versorgen. Ab Januar kommt jedoch die staatlich vorgegebene CO2-Bepreisung zum Tragen und wird künftig genauso wie etwa Steuern und Abgaben in die Energiepreise einkalkuliert", erklärt Vera Steiner, kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtwerke Wolfenbüttel.

Im Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sei geregelt, dass künftig klimaschädliche Emissionen aus den Bereichen Verkehr und Gebäude ein Preisschild bekommen. Stadtwerke und andere Energielieferanten in Deutschland müssten ab dem 1. Januar 2021 Emissionszertifikate für fossile Energieträger erwerben. Für den Bezug von Erdgas entstünden hierdurch Kosten von umgerechnet 0,46 Cent pro Kilowattstunde, die die Stadtwerke in ihren Gaspreisen berücksichtigen müssten.



Mehrkosten von durchschnittlich 68 Euro


Bei einem Durchschnittshaushalt, für den die Stadtwerke 15.000 Kilowattstunden zugrunde legen, würde dies im Jahr Mehrkosten in Höhe von etwa 68 Euro bedeuten.



"Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung werden 1:1 an den Staat durchgereicht und dienen unter anderem dazu, die EEG-Umlage zu senken", heißt es seitens der Stadtwerke, nach deren Aussage Gaskunden trotz Mehrkosten profitieren würden. "Bei Erdgas entsteht rund ein Viertel weniger Kohlendioxid als bei Heizöl bezogen auf die Heizleistung. Ein Umstieg von Öl auf das umweltschonendere Gas lohnt sich durch die CO2-Bepreisung also auch monetär", heißt es in der Presseinformation.

Die Preisanpassung des Gaspreises sei zudem auch aufgrund steigender Entgelte für die Nutzung der Gasnetze erforderlich. "Im kommenden Jahr werden wir mehr für die Nutzung der Infrastruktur bezahlen müssen. Dieser Aspekt macht etwa ein Viertel des Gaspreises aus", erklärt Matthias Tramp, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel, abschließend.


zum Newsfeed